Sport : Reue nach dem Essen

Marlene Weingärtner scheidet in Melbourne aus

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Melbourne (Tsp). Siege machen hungrig. Da hatte Marlene Weingärtner also zwei Runden bei den Australian Open überstanden. Grund genug für das Tennissternchen, sich mal ein Essen zu gönnen. Sie ging zum Chinesen, speiste – und wird das möglicherweise später bereut haben. Und zwar dann, als ihr Bauchschmerzen eine ziemlich unruhige Nacht bescherten. Unter diesen Voraussetzungen dann am folgenden Mittag bei reichlich hohen Temperaturen wieder Tennis spielen zu müssen, das konnte nur schief gehen.

Marlene Weingärtner aus Heidelberg, die nach ihrem Sensationssieg in Runde eins gegen Jennifer Capriati zu einiger Berühmtheit gelangt war, fand gegen die Spanierin Virginia Ruano Pascual nie so recht zu ihrer Form und schied, nicht zuletzt aufgrund konditioneller Mängel zum Schluss, mit 1:6, 6:4, 4:6 aus. Auch die zweite Deutsche, Anca Barna, kann sich inzwischen mehr den touristischen Annehmlichkeiten in Australien widmen. Die Nürnbergerin verlor 1:6, 4:6 – kein Wunder allerdings, war doch Venus Williams (USA) ihre Gegnerin.

Marlene Weingärtner nahm ihr Ausscheiden nicht allzu tragisch. „Man muss das Positive sehen. Ich hätte nicht gedacht, dass ich so weit komme“, sagte sie. Anca Barna klang nach dem Auftritt in der RodLaver-Arena ähnlich. „Es war sehr heiß. Ich habe mich nicht richtig wohl gefühlt. Insgesamt war es aber ein gutes Turnier für mich, ich habe das Beste rausgeholt“, sagte die Deutsche Meisterin. Im zweiten Satz schien die Hitze auch Venus Williams etwas träge zu machen. Oder wurde die Amerikanerin vielleicht sogar überheblich? Anca Barna führte 4:1 und 40:0 gegen die aufschlagende Venus Williams, doch fortan machte die Weltranglisten-Zweite fast keine Fehler mehr.

Letzter deutscher Teilnehmer in Melbourne ist nun Rainer Schüttler. Der Daviscupspieler muss für den Einzug ins Achtelfinale allerdings am Samstag den russischen Vorjahresfinalisten Marat Safin bezwingen.

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