Revierderby : Schalke empfängt Bochum

Kann Tabellenführer Schalke 04 den Platz an der Sonne verteidigen oder ereilt die "Knappen" das gleiche Schicksal wie zuvor Stuttgart, Hertha und Bremen? Mit dem Abstiegskandidat Bochum kommt ein vermeintlich leichter Gegner in die Arena auf Schalke.

Gelsenkirchen - Mit dem kleinen Revierderby zwischen Tabellenführer FC Schalke 04 und Aufsteiger VfL Bochum wird der 14. Spieltag der Fußball-Bundesliga eingeläutet (20:30 Uhr, live bei Arena). Dabei spricht trotz des jüngsten Aufwinds der Bochumer eigentlich alles für die "Knappen". Mit vier Siegen und zwei Remis zählen die zu Hause noch ungeschlagenen Schalker zu den stärksten Heimteams der Liga.

Auch die jüngste Bilanz der Gastgeber ist beeindruckend. Das Team von Trainer Mirko Slomka ist seit vier Spielen ungeschlagen und siegte zuletzt dreimal in Serie, davon zweimal auswärts. Beeindruckend ist die Bilanz vor allem angesichts der hausgemachten Probleme bei den "Königsblauen". Noch immer quittiert das Team allzu kritische Medienberichte mit einem kollektiven Presseboykott, so dass Slomka das einzige Sprachrohr ist. Aber gerade das Image des Trainers ist nach den Vorkommnissen der vergangenen Wochen trotz der Erfolgsserie weiterhin angekratzt.

Neues Bochumer Selbstbewusstsein

Heile Welt herrscht dagegen momentan beim VfL. Das 3:3 in Berlin und der darauf folgende 4:3-Heimsieg nach toller Aufholjagd über Eintracht Frankfurt haben die Kritiker zunächst einmal verstummen lassen. Da die Bochumer als 16. weiterhin auf einem Abstiegsplatz rangieren, kann sich die Situation aber schnell wieder ins Negative verkehren. Neben dem neu gewonnenen Selbstbewusstsein wird man beim VfL deshalb auch auf den Derby-Charakter der Partie in der Veltins Arena bauen.

Doch die Bilanz spricht eine eindeutige Sprache. Nur sechsmal konnte der VfL bisher auf Schalke siegen. Neben vier Remis stehen ansonsten 15 Auswärtsniederlagen zu Buche. In der Abstiegssaison 2004/05 gingen gar beide Partien verloren (2:3, 0:2). Doch in den beiden Spielzeiten zuvor verließ der VfL den Platz auf Schalke jeweils als Sieger (2:1, 2:0).

Vom Personal her können beide Trainer so ziemlich aus dem Vollen schöpfen. Dabei fallen die Ausfälle von Gustavo Varela und Gerald Asamoah für Slomka wohl eher ins Gewicht als das verletzungsbedingte Fehlen von Tommy Bechmann für VfL-Coach Marcel Koller. (tso/ddp)

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