Sport : Richtung Disziplin

Der neue Thunder-Trainer Rick Lantz will einiges ändern

Ingo Wolff

Berlin Thunder steht ein Richtungswechsel bevor. Das Footballteam aus der NFL Europe bekommt in der kommenden Saison nicht wie jedes Jahr nur neue Spielergesichter, sondern wird sich auch taktisch neu orientieren. Der Grund heißt Rick Lantz. Der 65-jährige Amerikaner wird neuer Cheftrainer bei Thunder und übernimmt damit die Position des nach Köln gewechselten Peter Vaas. Gestern wurde er in Berlin offiziell vorgestellt. Im Gegensatz zu Vaas wird sich Lantz stärker auf die Defensive konzentrieren, wo in der vorigen Saison nach zwei Titeln in Folge eklatante Schwächen deutlich wurden. Außerdem gilt der ehemalige Sergeant der US Marines als exzellenter Taktiker.

Seit genau 40 Jahren betreut Rick Lantz Footballteams. Doch Lantz bringt nicht nur viel Trainererfahrung mit nach Berlin, auch menschlich vollzieht sich ein Wandel. Lantz ist ein Mann des hintergründigen Humors und spricht ohne große Euphorie von seinem Job. Er bezeichnet sich selbst als „Lehrertyp“, weshalb die Europaliga ideal für ihn sei, weil hier jedes Jahr ein neues Team aus jungen und älteren Spielern zusammengefügt wird. Bei der Spielerführung zeigt sich auch seine militärische Vergangenheit: Der ehemalige Trainer der Militärakademie legt großen Wert auf Disziplin. Die will er auch in Berlin durchsetzen.

Eine kleine Verbindung nach Berlin hatte er schon als 13-Jähriger. Damals flog sein Onkel als Pilot der Air Force während der Luftbrücke über 150-mal nach Berlin.

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