Sport : Ricken schießt Dortmund zum 2:1 gegen Köln

Felix Meininghaus

Dortmund – Bei Borussia Dortmund ist es Brauch, dass die Gäste vor Heimspielen vom Präsidenten im Vorwort des Stadionheftes mit salbungsvollen Worten begrüßt worden. Und so hat Reinhard Rauball vor der gestrigen Begegnung gegen den 1. FC Köln festgestellt, dass der Neuling „in den ersten Spielen der Saison bewiesen hat, dass er eine Bereicherung für die Bundesliga ist“. Zum einen hat Köln mit sechs Punkten aus drei Spielen den besten Erstliga-Saisonstart seit zehn Jahren hingelegt, und zum anderen hat der Klub Lukas Podolski. Doch der Mann, der am Mittwoch gegen Südafrika drei Tore geschossen hatte, blieb als einzige Spitze blass und konnte nicht mithelfen, die 1:2 (0:1)-Niederlage zu verhindern. BVB-Kapitän Christian Wörns machte schon in der ersten Spielminute mit rustikalem Einsatz gegen den Nationalmannschafts-Kollegen klar, dass die Dortmunder nicht gewillt waren, eine weitere Gala des Stürmers zuzulassen. Podolski fiel nur auf, als er den Ball mit der Hand mitnahm und dafür die Gelbe Karte sah.

Die fußballerischen Akzente setzten vor 78 400 Zuschauern im Westfalenstadion in der Anfangsphase die Gastgeber, die auch ohne Tomas Rosicky (Leistenprobleme) und Jan Koller (Darmentzündung) gut nach vorne spielten. Die Dortmunder gingen in der 25. Minute in Führung. Christian Rahn hatte Ebi Smolarek im Strafraum zu Boden gerissen, Lars Ricken verwandelte den fälligen Strafstoß souverän. In der unterhaltsamen zweiten Halbzeit verpasste Anthony Lurling Sekunden nach seiner Einwechselung den Ausgleich, als er mit einem Schuss vom Strafraum den Pfosten traf. Für Kölns Trainer Uwe Rapolder war dies der Knackpunkt. „Wenn der Ball reingeht, können wir sogar gewinnen.“ Im Gegenzug scheiterte auch Dortmunds David Odonkor am Pfosten. Später hatte er mehr Glück: Nach seiner Flanke köpfte Ricken in der 73. Minute das 2:0. Dass der eingewechselte Matthias Scherz den Ball in der Nachspielzeit zum 1:2 über die Linie stocherte, war nur Ergebniskosmetik. „Fußballerisch war zwar nicht alles so toll“, analysierte Dortmunds Sebastian Kehl, „aber wir haben endlich drei Punkte geholt.“

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