Riesenslalom : Rebensburg Sechste zur Halbzeit

Maria Höfl-Riesch verzichtete erkrankt auf den Riesenslalom, Viktoria Rebensburg fuhr im ersten Durchgang auf den sechsten Rang. Wie damals bei ihrem Olympia-Gold in Vancouver. Allerdings ist diesmal bei äußerst schwierigen Bedingungen der Rückstand deutlich größer.

Ob das ein gutes Omen ist? Viktoria Rebensburg liegt nach dem ersten Durchgang des Riesenslalom bei den Winterspielen in Sotschi mit Rang sechs auf dem gleichen Platz wie bei ihrem Olympiasieg vor vier Jahren. Allerdings ist der Rückstand beim Regen-Rennen in Russland mit 1,36 Sekunden auf die führende Tina Maze (Slowenien) deutlich größer als in Vancouver 2010. Damals waren es nur 0,35 Sekunden. „Es ist natürlich nicht einfach, aber das haben wir vorher gewusst. Ich versuche mich drauf einzustellen und das Beste draus zu machen“, sagte die 24-Jährige nach dem ersten Lauf am Dienstag in Krasnaja Poljana.

Bei Schneefall im Startbereich, Regen weiter unten und damit äußerst schwierigen Bedingungen hatten die Starterinnen zum Teil große Probleme im siebten von zehn Alpin-Rennen dieser Spiele. Die dreimalige Olympiasiegerin Maria Höfl-Riesch verzichtete auf ihren vierten Start in Sotschi. Grund: Ein „Infekt der oberen Atemwege“.

Olympia-Debütantin Barbara Wirth freute sich über ihren Auftritt. „Das ist gar nicht eine so schlechte Ausgangsposition“, sagte die 24-Jährige nach Platz 21 - und war noch ziemlich außer Atem.

Einen Tag vor der Männer-Entscheidung, für die der Start von Felix Neureuther sehr unwahrscheinlich ist, hatten die Damen alle Mühe bei nasskaltem Wetter. Die frühen Startnummern waren der erwartete Vorteil. Am besten kam Abfahrtsolympiasiegerin Maze, Startnummer 1, mit den Verhältnissen zurecht. Die Slowenin liegt mit 0,52 Sekunden Vorsprung auf die Schwedin Jessica Lindell-Vikarby, Startnummer 2, vorn. Nadia Fanchini aus Italien ist Dritte.
„Die Organisatoren haben alles gegeben, dafür ist es okay“, erklärte Rebensburg. Die Österreicherin Elisabeth Görgl haderte dagegen. „Es ist sehr zum kämpfen, sehr schwer und geht kaum vorwärts“, sagte die Doppel-Weltmeisterin von 2011. „Sehr schade, dass sie das so durchdrücken“, ergänzte Teamkollegin Kathrin Zettel mit Tränen in den Augen.

Erfreut riss dagegen die Stargeigerin Vanessa Mae im Ziel die Arme in die Höhe. Die unter dem Nachnamen ihres Vaters für Thailand als Vanessa Vanakorn startende Musikerin ist mit 26,98 Sekunden hinter Maze auf Rang 74 die letzte platzierte Fahrerin vor dem Finale.

Höfl-Riesch hatte im Riesenslalom ohnehin nur Außenseiterchancen und will sich nun auf den abschließenden Slalom am Freitag konzentrieren. Dort gilt sie als Siegerin von Vancouver als Mitfavoritin. (dpa)

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