Sport : Robben trifft auch gegen die Bayern Der Holländer erzielt

zwei Tore in Wembley.

London - Arjen Robben verabschiedete sich standesgemäß mit einem Diener vom Publikum. Gehört sich so in Wembley, dem heiligen Gral des Weltfußballs. Weit weg von München, wo es für den holländischen Künstler in den vergangenen Tagen nicht so gut gelaufen ist wie an diesem Mittwochabend in London. Zwei Tore schoss Robben beim 3:2 gegen England – zwei Kunstwerke, wie sie ihm schon lange nicht mehr gelungen sind. „Robben zeigt den Bayern mit zwei Oranje-Treffern eine lange Nase“, titelte die niederländische Tageszeitung „De Telegraf“ am Donnerstag.

Schon sein erstes Dribbling provozierte Angst und Schrecken. Körpertäuschung am Strafraum, zwei Schritte in die Mitte, dann flitzte der Ball in die linke untere Ecke – allerdings des eigenen Tores, wo Torhüter Maarten Stekelenburg mit einiger Mühe Schlimmeres verhinderte. Wie es richtig geht, zeigte Robben nach einer Stunde. In der eigenen Hälfte kam er an den Ball, trieb ihn mit zehn Berührungen vor sich her und setzte ihn genau dorthin, wo ihm zuvor fast das Eigentor unterlaufen wäre. Ein Traumtor. Der eingewechselte Schalker Klaas-Jan Huntelaar erhöhte 88 Sekunden später auf 2:0, stieß dabei aber mit dem Engländer Chris Smalling zusammen. Der erste Verdacht auf Gehirnerschütterung bestätigte sich nicht, aber den Schalkern wird Huntelaar vorerst fehlen.

England schaffte durch zwei späte Tore von Gary Cahill und Ashley Young noch den Ausgleich, aber es wurde nichts mit einem kleinen Prestigeerfolg im ersten und vielleicht letzten Länderspiel unter Interimstrainer Stuart Pearce. Den Schlusspunkt setzte abermals Robben. Mit viel Effet ins linke obere Tordreieck. „Ich weiß nicht, ob sie mein Match in Deutschland gesehen haben. Falls nicht, bringe ich ihnen eine DVD mit“, sagte Robben. „Der große Unterschied ist, dass ich hier viel Freiheit im Spiel bekomme und Selbstvertrauen durch den Trainer.“ Der Umkehrschluss lag nahe: Beim FC Bayern München ist das wohl derzeit nicht so. Tsp

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