Sport : Robinson erlöst die Eisbären Berliner besiegen DEG 4:3 nach Verlängerung

Til Knipper[Düsseldorf]

Die Fans der Düsseldorfer EG hatten in dieser Saison bisher wenig Grund zur Freude. Als Kandidat für den Titel in der Deutschen Eishockey-Liga ist der Traditionsklub mit einer prominent besetzten Mannschaft in die Spielzeit gestartet und dümpelt dort derzeit nun nur im Tabellenmittelfeld herum. Auch gestern Nachmittag als die Berliner Eisbären im ISS- Dome vorbeischauten, verloren die 6707 Zuschauer in der nur halb gefüllten Arena schon früh die Lust am Spiel. Denn zunächst war das Geschehen auf dem Eis zu einseitig, die Eisbären waren überlegen und führten schnell 2:0. Es sah nach einem klaren Sieg der Berliner aus – es kam aber anders. Die Eisbären siegten nach einem zwischenzeitlichen Stimmungshoch in der Halle am Ende einer umkämpften Partie 4:3 (2:1, 0:2, 1:1/1:0) nach Verlängerung. Nathan Robinson erzielte den Siegtreffer.

Mit der spielerischen Dominanz der Eisbären war es gestern erst einmal vorbei, als Andy Hedlund Ende des ersten Drittels auf 1:2 für Düsseldorf verkürzte. Zuvor waren die Berliner durch ein Powerplay-Tor von Stefan Ustorf und einen verwandelten Penalty von Steve Walker 2:0 in Führung gegangen. Doch der Anschlusstreffer der DEG ließ die Berliner nervös werden, im zweiten Drittel kombinierte Düsseldorf sicherer, die Eisbären dagegen begingen ein Foul nach dem anderen: Besonders ungeschickt stellte sich Denis Pederson an, der Andy Hedlund im gegnerischen Drittel mit dem Schläger im Gesicht berührte – Pederson bekam dafür eine Spieldauerstrafe. Und im darauf folgenden Düsseldorfer Powerplay erzielte der zuvor gefoulte US-Amerikaner Hedlund das 2:2.

Als dann Jamie Wright mit einem sehenswerten Schuss ins rechte obere Eck Eisbären-Torwart Rob Zepp keine Chance ließ, sah es gut aus für die Düsseldorfer, denn zunächst hielt sich die Berliner Gegenwehr in Grenzen. Erst Mitte des Schlussabschnitts wurden die Eisbären munterer. Nach einem Berliner Konter staubte Sven Felski neun Minuten vor Ablauf der 60 Spielminuten zum 3:3 ab. So stand es auch neun Minuten später, das Spiel ging in die Verlängerung. Dort war schließlich Nathan Robinson der Matchwinner, der Kanadier traf nach drei Minuten und 23 Sekunden in der Verlängerung zum 4:3 für die Eisbären, die sich über zwei Punkte freuen durften.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben