Rodeln : Weltcup-Sieg für Wendl/Arlt

Erst gestürzt, dann alles gewonnen: Die Rodel-Doppelsitzer Tobias Wendl und Tobias Arlt haben der schweren Eisrinne in Lake Placid getrotzt und sich eine Woche nach dem WM-Titel auch vorzeitig den Weltcup-Gesamtsieg gesichert.

Nächster Triumph für den Bayern-Express: Eine Woche nach ihrem WM-Sieg haben sich die Rodel-Doppelsitzer Tobias Wendl und Tobias Arlt auch vorzeitig den Gesamtsieg im Weltcup gesichert. Das Duo war am Freitag auf der anspruchsvollen Kunsteisbahn in Lake Placid (USA) einmal mehr nicht zu stoppen und fuhr mit dem sechsten Saisonerfolg wie schon 2011 zum Sieg in der Gesamtwertung. Die WM-Zweiten Toni Eggert und Sascha Benecken verpatzten den ersten Lauf und landeten am Ende nur auf Rang sieben.

„Lake Placid ist für uns Doppelsitzer die wohl anspruchsvollste Bahn der Welt, sehr schwierig zu fahren“, erklärte Steuermann Wendl nach dem erneuten Coup. „Wir hatten im Vorfeld nie damit gerechnet, hier zu gewinnen. Und schon gar nicht damit, den Gesamt-Weltcup unter Dach und Fach zu bringen.“ Hinter Wendl/Arlt fuhren die Österreicher Peter Penz und Georg Fischler sowie die Italiener Christian Oberstolz und Patrick Gruber auf die weiteren Podestränge.

Im Training hatten Wendl/Arlt, die am vergangenen Wochenende erstmals Weltmeister geworden waren, mit der ruppigen Eisrinne noch mächtig zu kämpfen gehabt. Im Training setzte es einen mächtigen Sturz, bei dem Wendl eine Platzwunde am Kinn davontrug. Doch im Gegensatz zu Olympiasieger Felix Loch, der bei seinem Trainingssturz eine Kapselverletzung am Finger erlitt und seinen Start am Samstag absagen musste, konnte das Duo zum Wettbewerb antreten.

Und dort unterstrichen Wendl/Arlt erneut ihre Ausnahmestellung im vorolympischen Winter. Zwar leistete sich das Duo im ersten Durchgang einen Fahrfehler, es reichte aber zur Führung im Zwischenklassement. Im entscheidenden Lauf lief dann bei Schneetreiben alles glatt für die Weltmeister, die sich nun ganz entspannt auf das Saisonfinale in zwei Wochen auf der neuen Olympia-Bahn im russischen Sotschi vorbereiten können. (dpa)

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