Sport : Rodlertod: IOC überprüft Sicherheit Reaktion auf den Bericht des Verbandes

Lausanne - Als Reaktion auf den Todessturz des georgischen Rodlers Nodar Kumaritaschwili bei den Winterspielen in Vancouver will das Internationale Olympische Komitee (IOC) alle Sicherheitsstandards auf den Prüfstand stellen. Es gehe um „eine vollständige technische Überprüfung der Sicherheits- und Gesundheitsaspekte“ aller olympischen Sportarten, erklärte das IOC. „Die Sicherheit der Athleten bei Olympischen Spielen hat höchste Priorität.“ Damit reagierte das IOC auf den kurz zuvor veröffentlichten Abschlussbericht des Rodel- Weltverbands FIL.

Mehr als zwei Monate nach dem Todessturz des 21 Jahre alten Rodlers hatte die FIL den Unfalltod in ihrem Bericht als „unvorhersehbaren Unglücksfall“ bezeichnet. Der Unfall sei durch „eine komplexe Serie von wechselseitigen Ereignissen“ ausgelöst worden, hieß es in dem 20-seitigen Bericht weiter. Dieser war vor einer Woche von FIL-Präsident Josef Fendt an das IOC in Lausanne übergeben worden.

Kumaritaschwili war am 12. Februar wenige Stunden vor Eröffnung der Winterspiele im Abschlusstraining auf der olympischen Hochgeschwindigkeitsbahn von Whistler gestürzt, aus der Eisrinne katapultiert und tödlich verletzt worden. „Was Nodar passiert ist, war ein unvorhersehbarer Unglücksfall“, befand FIL-Generalsekretär Svein Romstad. Nach einem Fahrfehler sei der junge Georgier „in nie zuvor gesehener Weise“ aus der Eisrinne geschleudert worden und gegen einen an der Bahn stehenden Stahlpfosten geprallt. Für den 21-Jährigen kam jede Hilfe zu spät.

Laut den Ermittlungen wurden am Schlitten keinerlei Sicherheitsmängel festgestellt. Auch habe die Bahn keine Mängel aufgewiesen, die für einen solchen Unglücksfall verantwortlich gewesen seien, hieß es weiter. Der Rodel-Weltverband kündigte in dem Bericht an, seine Sicherheitsstandards künftig weiter erhöhen zu wollen. dpa

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