Sport : Rogge, Rugby, Golf

IOC bestätigt Präsident und zwei neue Sportarten

Kopenhagen - Gleich zweimal hintereinander durfte sich Jacques Rogge am Freitag bestätigt fühlen. Erst wurde der Belgier von der Vollversammlung als Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) wiedergewählt. 88 Stimmen erhielt Rogge in Kopenhagen, nur ein Mitglied stimmte gegen ihn. Seine Amtszeit verlängert sich nun noch einmal um vier Jahre, ehe 2013 ein anderer die Präsidentschaft übernimmt. Dann durfte Rogge auch noch erleben, wie zwei von ihm favorisierte Sportarten den Weg zurück ins olympische Programm fanden: Rugby mit 81:8 Stimmen und Golf mit 63:27. Bei den Sommerspielen 2016 in Rio de Janeiro werden sie wieder dabei sein. Tiger Woods warb in einer Videobotschaft persönlich für die Rückkehr von Golf – 112 Jahre nach dem letzten Olympia-Auftritt dieser Sportart. Rugby war zuletzt 1924 olympisch. Rogge hatte früher der belgischen Rugby-Nationalmannschaft angehört. Wer auch immer Rogge nachfolgen wird, ob Thomas Bach aus Tauberbischofsheim, Richard Carrion aus Puerto Rico oder die Marokkanerin Nawal el Moutawakel, wird das Amt wohl nicht mehr wie Rogge als Ehrenamtlicher ausüben.

In Kopenhagen wurde der 80-jährige Walther Tröger nach 21 Jahren im IOC zum Ehrenmitglied ernannt. Zuletzt war er auch Delegierter des IOC für den Behindertensport. Der frühere Präsident des Nationalen Olympischen Komitees darf damit weiter an allen Spielen und Sessionen teilnehmen, hat aber kein Stimmrecht mehr, er hat die festgeschriebene Altersgrenze überschritten. Trotzdem soll er der Münchner Bewerbung um die Winterspiele 2018 allein durch seine Präsenz zum Erfolg helfen. München will trotz des öffentlichen Darlehens von einer Million Euro die 30 Millionen Euro für die Bewerbung weiter durch Privatmittel finanzieren. Die Spiele 2018 werden 2011 vergeben. dpa

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