Sport : Rom tritt gegen Berlin an

Roms Kandidatur für die Leichtathletik-Weltmeisterschaften 2005 ist gesichert. Die Stadt hat die Finanzierung der 10. Titelkämpfe garantiert, teilte der Präsident des Italienischen Leichtathletikverbands (Fidal), Gianni Gola, am Dienstag in Rom mit.

Die Stadt stelle mit rund 18 Millionen Euro etwa drei viertel des nötigen WM-Budgets bereit, erklärte Roms Sport-Dezernent, der ehemalige Weltklasse-Fußballer Gianni Rivera. Den Rest garantierten die Provinz Rom und die Region Latium. Auch die italienische Regierung signalisierte nach Angaben der "Gazzetta dello Sport" vom Mittwoch ihre Unterstützung für die WM im Olympiastadion, das 1987 schon einmal Austragungsort war.

In den zurückliegenden Tagen hatte es Gerüchte gegeben, die italienische Metropole habe finanzielle Probleme. Rom tritt mit seiner Kandidatur gegen Moskau, Brüssel, Helsinki, Budapest und Berlin an. "Moskau wird stark vom russischen Präsidenten Wladimir Putin unterstützt", sagt Helmut Digel, der Vizepräsident des Weltverbandes IAAF. Helsinki sei ein sehr starker Bewerber. Doch Budapest werde vielleicht ein Jahr nach der Hallen-WM 2004 nicht auch den Zuschlag für 2005 erhalten. Schwierigkeiten sehe er bei Brüssel und Rom. Davon aber wollen die Italeiner nichts wissen. "Wir treten an, und Berlin ist unser Gegner Nummer eins", sagt Verbandspräsident Gianni Gola. Das Council der IAAF entscheidet am 14. April in Nairobi, wer die von London zurückgegebenen Titelkämpfe ausrichtet.

Für die Römer wäre die Leichtathletik-WM 2005 auch ein wichtiger Schritt in Richtung Olympia 2012. Nachdem Italiens Hauptstadt das Rennen um die Ausrichtung der Spiele 2004 knapp gegen Athen verloren hatte, will sie für 2012 erneut kandidieren.

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