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Romero, Igropulo und Nenadic gehen : Füchse Berlin: Platz für neue Reize

Nach einer schwachen Hinrunden trennen sich die Füchse Berlin von drei Handballern: Das Karriereende von Kapitän Iker Romero war so absehbar wie der Abschied von Petar Nenadic. Konstantin Igropulo sind hingegen seine Leistungen zum Verhängnis geworden.

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Der Russe Konstantin Igropulo muss die Füchse Berlin nach drei Jahren verlassen.
Der Russe Konstantin Igropulo muss die Füchse Berlin nach drei Jahren verlassen.Foto: dpa

Wer die Verhaltensmuster bei den Füchsen Berlin kennt, den wird diese Nachricht kaum überraschen: Am Mittwoch hat der Handball-Bundesligist – wie immer vor internationalen Turnieren im Januar – zentrale personelle Entscheidungen für die kommende Spielzeit verkündet. „Mit dem Verlauf der Hinrunde können wir nicht zufrieden sein. Trotz großer Verletzungsprobleme sind 22 Minuspunkte nach 21 Spieltagen weit von unserem Anspruch entfernt“, sagt Manager Bob Hanning, „deshalb müssen wir handeln und neue Reize setzen.“

Die im Sommer auslaufenden Verträge von Kapitän Iker Romero, Rückraumspieler Konstantin Igropulo und Spielmacher Petar Nenadic werden nicht verlängert. Einzig das Arbeitsverhältnis von Linksaußen Fredrik Petersen ist um weitere zwei Jahre bis 2017 erneuert worden. „Alle Spieler haben einen Anteil an den Erfolgen, die wir in der letzten Zeit feiern konnten“, sagt Hanning, „aber es bleibt im Sport nicht aus, dass sich die Wege trennen.“

Zumindest dass Nenadic die Füchse sehr bald wieder verlassen würde, hatte sich bereits bei seiner Verpflichtung angedeutet: Der Serbe war im Sommer mit der Maßgabe nach Berlin gekommen, kurzfristig und so gut wie möglich den an der Schulter operierten und über Monate fehlenden Bartlomiej Jaszka zu vertreten. Mittlerweile befindet sich der polnische Spielmacher im Aufbautraining und hat auch schon erste Einsatzzeiten erhalten. Zum Rückrundenstart Anfang Februar sollte Jaszka wieder hundertprozentig einsatzbereit sein.

Ganz ähnlich verhält es sich bei Romero: Der Kapitän wollte ursprünglich schon nach der vergangenen Spielzeit in den Handball-Ruhestand gehen. Im letzten Heimspiel der Saison gaben die Berliner allerdings die umjubelte Vertragsverlängerung mit dem Publikumsliebling aus Spanien um ein weiteres Jahr bekannt – seinerzeit eine Reaktion auf den spontanen Wechsel von Sven-Sören Christophersen, der mittlerweile bei Hannover-Burgdorf spielt.

Igropulo, 2012 vom FC Barcelona nach Berlin gewechselt, ist dagegen wohl seine schwache Hinrunde zum Verhängnis geworden. In den ersten beiden Spielzeiten zählte der russische Nationalspieler beständig zu den Leistungsträgern bei den Berlinern, in dieser Saison war das jedoch nicht mehr der Fall. Außerdem steht für die Position im rechten Rückraum ein Spieler im Berliner Kader, dem die nächsten Jahre gehören dürften: der 20 Jahre junge Fabian Wiede.

Wer die vakant gewordenen Positionen in Zukunft bekleiden soll, wollen die Füchse noch vor Beginn der WM bekannt geben. Das Turnier in Doha startet am kommenden Donnerstag. Es ist schwer davon auszugehen, dass Hanning die Nachfolger bereits gefunden hat, wenngleich eine offizielle Bestätigung noch aussteht.

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