Sport : Rooney erkundet den tiefen Raum Manchester United und Barcelona im Halbfinale

Aus nächster Nähe. Manchester Uniteds Javier Hernandez (r.) erzielt das 1:0, während Chelsea-Verteidiger Alex (m.) und Wayne Rooney zusehen. Foto: dpa
Aus nächster Nähe. Manchester Uniteds Javier Hernandez (r.) erzielt das 1:0, während Chelsea-Verteidiger Alex (m.) und Wayne...Foto: dpa

Manchester - Manchester United ist nach einem harten Stück Arbeit schon bei der Vorfreude auf die nächsten Aufgaben angekommen. Mit 2:1 (1:0) gegen den FC Chelsea gewann die Mannschaft von Sir Alex Ferguson am Dienstag das englische Duell. Manchester, das bereits das Hinspiel 1:0 gewonnen hatte, trifft am 26. April und 4. Mai wahrscheinlich auf den FC Schalke 04, der im Hinspiel bei Inter Mailand sensationell 5:2 triumphiert hatte (Das Rückspiel war bei Redaktionsschluss dieser Ausgabe noch nicht beendet).

„Wer 5:2 bei Inter siegt, muss eine tolle Mannschaft sein. Wir freuen uns auf Schalke“, sagte Manchesters Ryan Giggs. Der FC Barcelona hatte im zweiten Spiel am Dienstagabend nach dem 5:1 im Hinspiel keine Probleme und siegte im Rückspiel bei Schachtjor Donezk 1:0 (1:0).

Im Old Trafford von Manchester stand vor 75 000 Zuschauern Mexikos Nationalspieler Javier Hernandez im Mittelpunkt. Zunächst wurde sein vermeintlicher Führungstreffer wegen Abseits nicht anerkannt. Kurz vor der Halbzeit traf Hernandez aber aus kurzer Distanz – doch diesmal stand er abseits. Es war wie bei der ersten Szene eine Zentimeter-Entscheidung. Zuvor hatte Chelsea die besseren Chancen gehabt. In der zweiten Halbzeit glich Chelsea trotz Gelb-Rot für Ramires in der 70. Minute durch Didier Drogba aus, doch im Gegenzug traf Park Ji-Sung zum 2:1 und sicherte Manchesters viertes Halbfinale in Europas höchster Spielklasse seit 2007.

„Das ist ein großartiger Moment für uns“, schwärmte Manchesters Coach Sir Alex Ferguson. Nach dem letztlich sehr souveränen Sieg dürfte es für sein eindrucksvoll funktionierendes Team in dieser Saison kaum bei einem Wembley-Trip bleiben. Im Nationalstadion finden nicht nur das diesjährige Champions-League-Finale, sondern auch das FA-Pokal-Endspiel und das Halbfinale statt; in Letzterem trifft Manchester United schon am Samstag die Lokalrivalen von Manchester City.

Bei United sind es die ungeheuerliche Effizienz, das perfekte Timing und ein schier grenzenloses Selbstvertrauen, die so beeindrucken. Am Ende einer Saison, in der sich United in der Liga oft zu Siegen quälte – der „Guardian“ bezeichnete die Elf vor Monaten als „The Unconvicibles“, die Unüberzeugenden – hat das Team zu seiner Dominanz zurück gefunden. Auch dank Rooney, der gegen Chelsea zwischen Sturm und Mittelfeld in den Tiefen des Raums auf Weltklasse-Niveau brillierte, und nie zu fassen war.

Nach dem Aus in der Königsklasse muss Chelseas Trainer Carlo Ancelotti hingegen mehr denn je um seinen Job bangen. Nur der Halbfinal-Einzug hätte die verpatzte Saison der Londoner noch retten können. In der Premier League ist Chelsea elf Punkte hinter Manchester United nur Tabellendritter. Fergusons Team hingegen kann weiter auf das Triple hoffen.

Im zweiten Viertelfinalspiel hatte Schachtjor Donezk wie beim 1:5 im Hinspiel gegen den FC Barcelona in der Anfangsphase seine Möglichkeiten. Doch mit seinem neunten Tor in der Champions League und seinem 48. Saisontreffer insgesamt brachte Argentiniens Superstar Lionel Messi Barcelona den Sieg. „Wir spielen besser als in den vergangenen Jahren“, sagte Torhüter Victor Valdes. Mit der Führung im Rücken konnte Barcelona sich schon auf den „Clásico“ in der Primera Divison am Wochenende gegen Real Madrid konzentrieren. Real mit den deutschen Nationalspielern Sami Khedira und Mesut Özil ist nach dem 4:0 im Hinspiel gegen Tottenham Hotspur auch der wahrscheinliche Gegner Barcelonas im Halbfinale der Champions League. dpa

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