Sport : Rostock auf Platz drei

Hansa gewinnt 2:0 beim TSV 1860 München

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München. Es brauchte nicht viel, um dem planlosen TSV 1860 München beizukommen. Zum letzten Spiel der ersten Runde brachte Hansa Rostock Konzentration und einen begabten Vertragsamateur ns Marco Vorbeck mit in die bayerische Kapitale und nahm einen verdienten 2:0-Sieg mit nach Hause an die Ostseeküste. Damit belegen die Rostocker immerhin für einige Tage den dritten Platz in der Fußball-Bundesliga.

Wegen der Leichtathletik-EM war das Münchner Olympiastadion am Wochenende belegt gewesen, so dass sich an diesem lauen sommerlichen Mittwochabend zwei Spätstarter trafen. Beide Mannschaften haben Probleme, ihre Ziele für diese Saison zu definieren. Oben oder unten? Oder doch irgendwo in der Mitte? Entsprechend zögerlich begann das Spiel und damit die Saison für beide Teams. Nach sieben Minuten schien Thomas Häßler mit seinem Pfostentreffer nach einem Freistoß aus gut dreißig Metern die Beteiligen zwar zu wecken, aber auch danach plätscherte es eher als dass es floss. Dann machte ein Mann auf sich aufmerksam, den anfangs niemand im Spiel erwartet hatte. Marco Vorbeck, ein Vertragsamateur, der den bauchmuskelgezerrten Magnus Arvidsson vertreten durfte, schaffte es zwar den herauseilenden Löwen-Torwart Simon Jentzsch zu überlupfen, hatte aber Pech dass der Ball am Pfosten landete (41.). Nach weiteren 23 unaufregenden Minuten schlug des Vertragsamateurs Stunde. Gerd Wimmers Flanke landete punktgenau auf dem blondierten Kopf des Debütanten, der aus fünf Metern das 1:0 (44.) für Hansa erzielte. „Das Tor ist zu einem wichtigen Zeitpunkt gefallen und brachte uns Selbstvertrauen“, sagte Hansas Trainer Armin Veh. Vorbeck war dabei vollkommen ungedeckt, was nicht der erste Aussetzer der unsortierten Münchner Defensive war.

1860-Trainer Peter Pacult brachte zur Halbzeit mit Borimirow für Häßler einen dritten Stürmer. „Das war ein Fehler“, sagte Trainer Peter Pacult nach Spielschluss. Denn das bessere Team war Rostock. Bei einer Hereingabe von links war Löwen-Torwart Jentzsch mit seiner Grätsche nur Bruchteile einer Sekunde schneller als Rade Prica, der sonst getroffen hätte. Nur zwei Minuten später war es doch soweit: Beim Versuch eines Befreiungsschlages schoss ein Münchner seinen eigenen Mitspieler an, von dem der Ball zu Marcus Lantz geriet, der freie Bahn hatte das 0:2 (54.) zu erzielen. 1860 München bemühte sich zwar, ein Tor wollte aber auch nach einem Flugkopfball des letztjährigen Torschützenkönigs Martin Max nicht fallen. Einzig mit einer unberechtigten Gelb-Roten Karte gegen den Mannschaftskapitän Marco Kurz trug sich 1860 in die Statistik ein. Nach Spielschluss freute sich der Gästetrainer Armin Veh. „Wir haben bei Hansa eine völlig neue Mannschaft, deshalb bin ich froh, dass wir den ersten Auswärtssieg in diesem Jahr geschafft haben.“Detlef Dresslein

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