Sport : Rostock droht harte Strafe nach Feuer-Randale in Essen

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Essen - Der Frust über das trostlose 0:0 saß tief, doch der Sport geriet beim Zweitliga-Spiel von Rot-Weiß Essen gegen Hansa Rostock in den Hintergrund. Wegen eines durch Leuchtfeuer ausgelösten Brandes im Gäste-Fanblock unterbrach Schiedsrichter Jochen Drees am Montagabend in der 50. Minute die Partie für 15 Minuten. Da die Krawalle von mutmaßlichen Hansa-Fans ausgingen, muss der Klub mit harten Sanktionen rechnen. „Wir schämen uns für diese Vorkommnisse, ich rechne mit einer Strafe“, sagte Hansas Vorstandschef Dirk Grabow.

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) reagierte prompt: Bereits am Dienstag nahm der Kontrollausschuss die Ermittlungen auf. „Dass es sich hierbei um kein Bagatelldelikt handelt, hat jeder gesehen“, sagte der Kontrollausschussvorsitzende Horst Hilpert.

Sekunden, nachdem das Feuer ausgebrochen war, schickte Drees die Spieler in die Kabine. Während Besucher, darunter Kinder, an die Zäune gedrückt wurden und eine Panik drohte, flogen weitere Feuerwerkskörper auf den Rasen. Erst als eine Hundertschaft der Polizei den mit 1500 Fans gefüllten Block stürmte, löschte und für Ruhe sorgte, wurde das Spiel fortgesetzt. „Das war oberpeinlich und fällt auf uns zurück“, sagte Hansas Trainer Frank Pagelsdorf. Die Gäste-Anhänger gelten als Wiederholungstäter. In dieser Saison kam es bereits bei Rostocker Auswärtsspielen in Burghausen, Karlsruhe und Babelsberg (Pokal) zu Vorkommnissen. dpa

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