Rostock-Duisburg : Es geht doch noch

Rostock siegt beim 2:0 gegen Duisburg zum ersten Mal. Zum Ende des Spiels war sogar noch Zeit für eine besondere Geste.

Kerstin Hebeler

Rostock Kurz vor dem Schlusspfiff wechselte Frank Pagelsdorf Stürmer Regis Dorn ein. Mit dessen Einwechselung verstärkte der Hansa-Trainer nicht etwa in letzter Verzweiflung die Offensive. Vielmehr streichelte Pagelsdorf die Seele des lange verletzten Dorn – und die von Sebastian Hähnge, der für Dorn rausging und mit stehenden Ovationen von den allermeisten der 13 000 Zuschauer im Ostseestadion verabschiedet wurde. Hähnge hatte mit einem sehenswerten Kopfball, den er etwa einen halben Meter über der Grasnarbe annahm, Rostock in der 34. Minute mit 1:0 in Führung gebracht. Mit dem Treffer legte er den Grundstock für Hansas verdienten 2:0-Sieg gegen Mitaufsteiger Duisburg. Es war der erste Erfolg für die Rostocker nach fünf Niederlagen in den ersten fünf Saisonspielen.

Sein Käppi verkehrt herum auf dem Kopf, gab Hähnge nach der Partie lässig Auskunft: „Hätte ich den Ball mit Fuß angenommen, hätte ich ihn sicherlich über die Latte gedroschen und mich wieder lächerlich gemacht. Also entschied ich mich für Kopfball“, sagte der Torschütze, der erstmals für die Rostocker von Beginn an auflief. Die offensive Ausrichtung mit Enrico Kern, Hähnge und Victor Agali sollte sich auszahlen.

Duisburg konnte nur in der ersten Viertelstunde mithalten. Danach tauchten die Gäste ab. „Der Spielaufbau stimmte bei uns heute überhaupt nicht. Und das galt nicht nur für hinten“, sagte MSV-Torhüter Tom Starke. Duisburgs Trainer Rudi Bommer attestierte seinem Team eine „unterirdisch schlechte“ Leistung. Anders die Rostocker. Vor allem in der zweiten Halbzeit erarbeiteten sie sich mehrere gute Torchancen. Der Lohn: In der 53. Minute verwandelte Enrico Kern einen Elfmeter, den zu geben vertretbar, aber nicht zwingend war, zum 2:0-Entstand für Rostock. Agali war zuvor nach einem Zweikampf mit Björn Schlicke im Duisburger Strafraum zu Boden gegangen.

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