Rostock - Hannover : Dreierpack in drei Minuten

Hannover 96 erreicht erst in der Schlussphase in Rostock den wichtigen Auswärtssieg. Hansa verpasst dagegen den erhofften Befreiungsschlag im Abstiegskampf.

Karsten Doneck
FC Hansa Rostock
Der Hannoveraner Steven Cherundolo (r.) und Hansas Regis Dorn im Zweikampf. -Foto: ddp

Rostock      Am Ende kam eine Demütigung heraus. Da hatte sich Hansa Rostock am Freitagabend über 80 Minuten wacker geschlagen im Heimspiel gegen Hannover 96. Doch dann brach das Unheil als geballte Ladung über die Rostocker hinein. In der 83. Minute stand es noch 0:0, am Ende holte Hannover 96 mit einem auf den ersten Blick sehr souverän wirkenden, aber letztlich schwer erkämpften 3:0 (0:0) die drei Punkte aus dem Ostseestadion. Frank Fahrenhorst, Mike Hanke und Jiri Stajner versetzten dem Gegner mit ihren Toren in der Schlussphase einen tiefen Schock.

Hannover praktizierte anfangs einen temporeichen, geradlinigen Offensivfußball, bei dem der Gegner nicht immer den Überblick behielt. Vor allem Mike Hanke, vorher neun Spiele lang ohne Torerfolg in der Bundesliga, bereitete den Rostockern Mühe. So musste Hansas Tobias Rathgeb schon frühzeitig gegen Hanke in höchster Not für den bereits geschlagenen Torwart Stefan Wächter auf der Linie klären. Es dauerte eine Weile, bis die Gastgeber begriffen hatten, dass dem Gegner der Schwung nur durch intensivstes Zweikampfverhalten im Mittelfeld zu nehmen ist. Als das endlich klappte, wurde Hansa ein ebenbürtiger Spielpartner.

Kurz vor der Pause hätte Viktor Agali fast die Führung erzielt, doch sein spektakulärer Drehschuss von der Strafraumgrenze flog ans Außennetz. Frank Pagelsdorf hatte vorab Viktor Agali ermahnt. Er müsse sich mehr Chancen erarbeiten, hatte der Trainer von Hansa Rostock von seinem Torjäger verlangt. Agali gehorchte – der Nigerianer brachte sich mehrfach in günstige Position, der erste Treffer im zwölften Saisonspiel für Hansa gelang ihm aber nicht.

Auch in der zweiten Halbzeit kam der FC Hansa nur schwer in die Gänge, hatte dann aber durch den für Christian Rahn eingewechselten Heath Pearce die Möglichkeit zur Führung, doch der Rostocker scheiterte frei vor Torwart Robert Enke. Pearce vergab kurz darauf eine weitere Möglichkeit. Gerade, als Hannover angeknockt zu sein schien, schlug die Mannschaft zurück - mit drei Toren innerhalb von nur sechs Minuten. Gesenkten Hauptes verschwanden die Rostocker in die Kabine.  

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