Sport : Rostock - Kaiserslautern: Neuer Trainer - zweiter Sieg

Die Rückkehr von Friedhelm Funkel in die Fußball-Bundesliga verlief erfolgreich. Vor 15 000 Zuschauern auf der Baustelle Osteestadion konnte sich der neue Trainer des FC Hansa Rostock über ein 1:0 (0:0) gegen den 1. FC Kaiserslautern freuen. René Rydlewicz erzielte den goldenen Treffer mit einem Prachtschuss von der Strafraumgrenze und sorgte damit für das erste Tor der Hanseaten in dieser Saison vor heimischer Kulisse. Die Rostocker verließen mit diesem Erfolg die Abstiegsplätze.

"Nach dem Sieg in Leverkusen mussten wir einfach nachlegen", erklärte Hansa-Torwart Martin Pieckenhagen und forderte: "Nun wollen wir im nächsten Spiel auch bei Bayern München drei Punkte holen und eine kleine Serie hinlegen." Nach dem überraschenden 2:1 vor Wochenfrist beim Meisterschaftsaspiranten Bayer Leverkusen ließ Funkel das siegreiche Rostocker Team nahezu unverändert. Lediglich der grippekranke Matthias Breitkreutz musste ersetzt werden. Für ihn spielte Christian Brand, der allerdings mit der Rolle des Regisseurs überfordert war. Torschütze Rydlewicz lobte Trainer Funkel nach dessen erster Arbeitswoche. "Der Trainer hat viel mit uns gesprochen. Er kümmert sich um jeden Einzelnen."

Die Gastgeber hatten in dem niveauarmen Spiel mit wenigen Höhepunkten die besseren Torgelegenheiten. Ein Freistoß des Ägypters Radwan Yasser klatschte an die Latte (11.), Magnus Arvidsson zwang FCK-Torhüter Georg Koch zu einer Glanzparade (3.) und auch Mohamed Emara (17.) scheiterte an Koch, der seine Enttäuschung nach dem Spiel nicht verbergen konnte. "Wir hatten zu viele Fehlpässe im Spielaufbau", kritisierte der Schlussmann. "Wir müssen einfacher spielen. Wir laufen zu viel mit dem Ball." Koch nahm den in der Kritik stehenden Trainer Otto Rehhagel in Schutz: "Die Mannschaft entscheidet über Sieg und Niederlage. Sie ist zuerst gefragt."

Die Lauterer, die die Partie mit dem letzten Aufgebot bestritten, blieben erneut blass. Neun verletzte und ein gesperrter Spieler ließen Trainer Otto Rehhagel nahezu keine Alternativen. Lediglich drei Feldspieler standen als Einwechsler zur Verfügung. Gleichwohl wollten die Pfälzer nach dem blamablen 0:1 im Uefa-Cup-Rückspiel gegen Bohemians Dublin am vergangenen Donnerstag Wiedergutmachung betreiben. Doch ihre Aktionen atmeten lediglich bei Standardsituationen Gefahr. Youri Djorkaeff legte per Freistoß für Marian Hristov (33.) und Miroslav Klose (36.) auf, doch deren Kopfball-Versuche blieben erfolglos.

Nach dem Seitenwechsel verstärkten die Mecklenburger ihre Offensivbemühungen. Arvidsson, der sich den Ball nach einem Fehler von Hany Ramzy in Nähe des Mittelkreises angelte und auf das FCK-Tor zustürmte, scheiterte zunächst noch an Torhüter Koch. Doch nach einem Eckball von Brand, den Koch nicht weit genug abwehrte, drosch Rydlewicz den Ball aus 16 Metern zu seinem ersten Treffer für die Rostocker überhaupt ins Netz. Die verunsichert wirkenden Pfälzer hatten nur wenig entgegenzusetzen. Vorstöße auf das Rostocker Tor hatten Seltenheitswert. Lediglich ein Kopfball von Vratislav Lokvenc (69.), den Hansa-Schlussmann Pieckenhagen parierte, sorgte für Gefahr.

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