Sport : Rostock mit 2:1 gegen den VfB erstmals im Halbfinale

Robert Semmler

Magnus Arvidsson hat Hansa Rostock den erstmaligen Einzug in das Halbfinale um den Pokal des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) beschert. Der schwedische Stürmer erzielte gestern Abend beide Tore zum 2:1 (2:1)-Erfolg über den VfB Stuttgart, für den Sean Dundee nach 18 Minuten den Ausgleich erzielt hatte. Für Stuttgart war es nach sieben Bundesliga-Spielen ohne Niederlage die erste Pflichtspiel-Pleite seit dem 0:2 in Unterhaching am 11. September.

Vor 12 500 Zuschauern verabschiedeten sich beide Mannschaften mit einer mäßigen Vorstellung aus dem Jahr 1999. Der Ball war in vielen Aktionen nicht der Freund der Profis. Torchancen entstanden deshalb häufig nur aus Zufall oder aus Standardsituationen. So touchierte in der vierten Minute eine verunglückte Flanke von Slawomir Majak die Lattenoberkante des VfB-Tores. Auf der Gegenseite drückte Ioan Viorel Ganea eine Eingabe von Heiko Gerber nur knapp am Tor vorbei. Mit dem ersten gelungenen Angriff ging Rostock dann in Führung. Nach einem Stuttgarter Ballverlust im Mittelfeld, an dem Abwehrspieler Thomas Berthold beteiligt war, stand Arvidsson nach Steilpass von Matthias Breitkreutz allein vor dem Tor und spitzelte zum 1:0 ein. Nur zwei Minuten später gelang Dundee nach Flanke von Ganea per Kopf postwendend der Ausgleich.

Auch die erneute Hansa-Führung ging einem schnellen Angriff gegen die Viererkette der Schwaben voraus. Nach einem Gewühl im Strafraum traf Arvidsson, in der Bundesliga mit sechs Treffern Top-Torjäger der Norddeutschen, mit einem Flachschuss. Bei Stuttgart machte sich in der Abwehr das Fehlen des Brasilianers Marcelo Jose Bordon (Zerrung) bemerkbar. Außerdem war Regisseur Krassimir Balakow wegen Achillessehenbeschwerden daheim geblieben.

Hansa-Trainer Andreas Zachhuber hatte gegenüber dem 1:0 gegen Schalke 04 nur eine Änderung vorgenommen und brachte Stürmer Victor Agali erstmals nach dessen langer Sperre von Beginn an. Der Nigerianer enttäuschte und musste nach einer Stunde Platz für Steffen Baumgart machen. Der VfB kam nur selten zu zwingenden Gelegenheiten. Pech hatte Kristian Lisztes mit einem Pfostentreffer sowie einer verpassten Gelegenheit aus spitzem Winkel.

Beim schwachen dreimaligen Pokalsieger kamen Lisztes und Zvonimir Soldo ihrer Normalform am nächsten, bei Hansa waren Arvidsson und Peter Wibran im Mittelfeld die Stärksten.

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