Sport : Rostock: Randale und Relegation

Düsseldorf - Der FC Hansa Rostock hat den direkten Klassenerhalt in der Zweiten Liga verpasst. Durch die 1:3-(0:2-) Niederlage bei Fortuna Düsseldorf bleibt Hansa auf Platz 16, hat in zwei Relegationsspielen am Freitag und am kommenden Montag gegen den FC Ingolstadt aber noch die Chance, sich den Verbleib in der Zweiten Liga zu sichern. Allerdings könnte auf den Verein eine empfindliche Strafe zukommen. Das Spiel in Düsseldorf stand zweimal kurz vor dem Abbruch, weil aus der Rostocker Kurve Feuerwerkskörper aufs Feld geworfen worden waren.

Nach sechs Minuten unterbrach Schiedsrichter Wolfgang Stark die Begegnung zum ersten Mal. Hansas Torhüter Alexander Walke musste wegen der Ausschreitungen behandelt werden. Nach einer 20-minütigen Pause entschied Stark, das Spiel wieder anzupfeifen. „Ich bin total erschüttert, traurig und enttäuscht“, sagte Hansas Manager Rene Rydlewicz.

Vor 37 407 Zuschauern brachten Marcel Gaus und Bamba Anderson die Düsseldorfer vor der Pause mit 2:0 in Führung, Hansas Kapitän Tim Sebastian verkürzte zu Beginn der zweiten Hälfte auf 1:2. Da der FSV Frankfurt zu dieser Zeit gegen Koblenz zurücklag, konnten die Rostocker hoffen – allerdings nicht lange: Martin Harnik erhöhte umgehend auf 3:1.

Kurz vor Ende musste Schiedsrichter Stark das Spiel erneut unterbrechen, weil in unmittelbarer Nähe seines Assistenten ein Feuerwerkskörper explodiert war. „Das sind Fans, die dem Verein schaden wollen, die müssen mit aller Härte bestraft werden“, sagte Tim Sebastian. Schon in der Nacht vor dem Spiel war es in der Düsseldorfer Altstadt zu Ausschreitungen gekommen. 14 Polizisten wurden verletzt, 159 Personen festgenommen. Zu den Ausschreitungen war es gekommen, als 580 Rostocker Fans von einer Schiffstour zurückkehrten und Fortuna- Fans mit Leuchtraketen beschossen. dpa

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