Sport : Rostock und Cottbus trennen sich torlos

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Rostock - Wäre Frank Pagelsdorf nicht Trainer geworden, hätte er vielleicht auch als Wahrsager sein Geld verdienen können. „Ich erwarte ein Spiel, das mit großer Leidenschaft geführt wird“, sagte der Trainer des Fußball-Zweitligisten Hansa Rostock vor dem Heimspiel gestern Abend gegen Energie Cottbus. Seine Prognose traf zu, zumindest für die erste Halbzeit. Allerdings kam den Rostockern da bei aller Leidenschaft ein bisschen die Kaltschnäuzigkeit im Abschluss abhanden. So blieb es trotz vieler Torchancen, vor allem für Hansa, vor 20 000 Zuschauern im Ostseestadion beim 0:0. Die über diesen Punktgewinn recht glücklichen Cottbuser rückten damit auf Platz zwei vor, Rostock steckt weiter im Mittelfeld der Tabelle.

Die Gäste verlegten sich von Anfang an ganz auf Konter. Aber das Steilspiel auf die vorne lauernden Kioyo und Radu war zumeist viel zu ungenau, um die sichere Abwehr der Rostocker ernsthaften Prüfungen zu unterziehen. Weitaus mehr Beschäftigung als sein Gegenüber Mathias Schober hatte Energie-Torwart Tomislav Piplica vor der Pause. Der Routinier verriet einige Unsicherheiten, aus denen Hansa aber kein Kapital schlagen konnte. Nach sehr dynamischer erster Halbzeit verflachte die Partie mit zunehmender Spieldauer ein wenig. Die Rostocker zollten ganz offenkundig ihrer hohen Laufbereitschaft Tribut.

Eine Viertelstunde vor Ende lag der Ball dann doch im Tor der Cottbuser. Piplica hatte im Fünfmeterraum einen hohen Flankenball abgefangen, wurde aber, noch in der Luft, vom Rostocker Di Salvo attackiert und samt Ball über die Linie gedrückt. Schiedsrichter Brych aus München sah die Aktion völlig zu Recht als Foul am Torwart und gab statt Tor für Rostock einen Freistoß für Cottbus. Tsp

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