Rostock - Union 0:0 : Die letzte Konsequenz fehlt

Der 1. FC Union zeigt im Nachholspiel bei Hansa Rostock über weite Strecken eine starke Leistung, trifft aber mal wieder das Tor nicht. Und am Ende müssen die Köpenicker sogar froh sein, nicht noch verloren zu haben.

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Hansa Rostock - Union Berlin
Verbissener Kampf. Dominic Peitz (l.) setzt sich im Kopfball-Duell resolut gegen Rostocks Kevin Schlitte durch. -Foto: dpa

Thomas Finck hatte sich auf diesen Abend vorbereitet. Doch  vor dem Zweitliga-Duell zwischen dem FC Hansa Rostock und dem 1. FC Union Berlin war diesmal alles ganz anders. Zwei Tage nach der Entlassung von Andreas Zachhuber stand diesmal Finck als neuer Chefcoach der abstiegsbedrohten Ostseestädter in der Verantwortung. Finck wirkte locker und gelassen. Das Endresultat im Nachholspiel gegen den 1. FC Union behagte dem 40-Jährigen jedoch nicht wirklich. Durch das 0:0-Unentschieden blieb der erhoffte Befreiungsschlag aus. „Wir wollten ein bisschen Kredit bei den Fans zurückgewinnen. Ich glaube, dass wir uns den Punkt letztendlich erkämpft und verdient haben. Auch wenn wir in einigen Szenen ein bisschen Glück hatten“, sagte Finck nach seinem Debüt.

Die Gastgeber gingen vor 17.000 Zuschauern hochmotiviert zu Werke. Doch angsteinflößend waren die Angriffe der Rostocker nicht, selbst wenn Unions Christian Stuff kurz vor der Pause nach einem Kopfball von Tobias Jänicke klären musste. Denn schon in dieser Phase gestalteten die Berliner das Geschehen offen. Die Unioner Torsten Mattuschka, Christian Stuff und John Jairo Mosquera standen in Hälfte eins dicht vor dem Führungstor. Nach dem Seitenwechsel ging die Mannschaft von Union-Trainer Uwe Neuhaus, bei der Stammkeeper Jan Glinker nach überstandener Grippe wieder Ersatzmann Carsten Busch ersetzte, noch couragierter zur Sache. Bei Möglichkeiten von Michael Parensen, Hüzeyfe Dogan, Dominic Peitz und John Jairo Mosquera waren die Köpenicker dem 1:0 sehr nahe. Der FC Hansa konnte nur noch eine prächtige Schlussphase entgegensetzen. Kevin Schlitte zwang Jan Glinker zu einer Glanzparade (86.). Zudem köpfte Tim Sebastian in der Nachspielzeit an die Latte, den folgenden Kopfball von Fin Bartels rettete Unions Patrick Kohlmann auf der Linie. 

„Das Spiel ist so gelaufen, wie wir uns das vorgestellt haben“, sagte Union-Trainer Uwe Neuhaus. „Wir hatten einige Möglichkeiten, leider konnten wir unsere vielen Chancen nicht verwerten. In den letzten drei, vier Minuten mussten wir aber auch zufrieden sein, dass wir überhaupt einen Punkt geholt haben.“ Gerade in der Endphase feuerten die Anhänger beider Lager ihre Teams stimmgewaltig an. Und abgesehen von verbalen Neckereien und einigen vornehmlich im Block der Berliner gezündeten Knallkörpern blieb dieses von einem hohen Polizeiaufgebot begleitete Ostderby bis zum Abpfiff auch friedlich.     

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