Sport : Rote Fahnen in Hockenheim

Michael Schumacher genießt den Jubel

Karin Sturm

Hockenheim - Steigt die erste WM-Party für Michael Schumacher schon am Sonntag in Hockenheim? Den Fahrer-WM-Titel kann er sich bei seinem Grand-Prix in der Heimat zwar noch nicht sichern. Aber die Konstrukteurs-Weltmeisterschaft könnte Ferrari schon gewinnen. Derzeit führt das Team mit 174 Punkten vor Renault mit 79. Wenn Schumacher und sein Teamkollege Rubens Barrichello einen Doppelsieg erreichen und die Renault-Piloten Fernando Alonso und Jarno Trulli zusammen nicht mehr als sieben Zähler holen, wäre der sechste Konstrukteurs-Titel in Folge für Ferrari perfekt. Und das schon sechs Rennen vor Saisonende – wieder ein neuer Rekord für Schumacher. Bisheriger Spitzenreiter: McLaren-Honda 1988 – das Team schaffte das damals mit Ayrton Senna und Alain Prost fünf Rennen vor Schluss. Allerdings standen damals auch nur 16 statt 18 Läufe auf dem Programm.

„Es wäre natürlich schon toll, wenn ich meinen Fans hier die Gelegenheit zum Feiern bieten könnte“, sagt Schumacher. Im Übrigen könne seine Bilanz beim Hockenheim-Grand-Prix durchaus besser sein. Schließlich hat er in seiner Karriere hier bisher nur zweimal gewonnen: 1995 und vor zwei Jahren. Ein Sieg beim Heim-Grand-Prix ist für ihn schließlich immer noch etwas Besonderes. „Es wäre auch sehr schade, wenn ich etwas anderes empfinden würde.“

Die Farbe Rot dominiert auch in diesem Jahr die Campingplätze und Tribünen – auch wenn die insgesamt weniger gefüllt sind als in den vergangenen Jahren. Für Schumacher, der seit 49 Rennen, seit Hockenheim 2001, nie mehr durch einen technischen Defekt ausgefallen ist, bedeutet das eine zusätzliche Motivation. „Die Fans puschen mich noch immer. Da hat sich nichts verändert.“ Das hatte er auch schon am Mittwoch empfunden, als er bei einem Benefizspiel Fußball spielte. „Was wir hier an Unterstützung erhalten, Ferrari, Rubens und ich, das ist extrem motivierend. “

Schumacher empfindet auch die Atmosphäre auf der Rennstrecke in Hockenheim als „einzigartig“. Natürlich, sagt er, „bekommt man beim Fahren nicht wirklich alles mit. Aber man weiß ja, dass diese Stimmung und Atmosphäre vorhanden ist.“ In der Einführungsrunde spürt Schumacher diese Begeisterung am stärksten. „Das ist immer etwas ganz Besonderes.“

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