• Rote Karte für Heinrich / Bierhoff durfte beim 4:4 von AC Mailand bei Lazio Rom nur zuschauen

Sport : Rote Karte für Heinrich / Bierhoff durfte beim 4:4 von AC Mailand bei Lazio Rom nur zuschauen

Der Tag der Deutschen Einheit war für die deutschen Fußballer in Italien alles andere als ein Festtag. Jörg Heinrich ging mit dem AC Florenz zu Hause gegen den AS Rom mit 1:3 unter und sah vier Minuten vor dem Ende der Partie wegen Unsportlichkeit auch noch die Rote Karte. Nationalmannschaftskapitän Oliver Bierhoff durfte den Rasen im Spitzenspiel seines AC Mailand, der zuletzt in der Champions League nicht über ein 1:1 gegen Hertha BSC hinausgekommen war, bei Lazio Rom nicht einmal betreten. Beim mitreißenden Schützenfest zweier großartiger Mannschaften wurde Bierhoff zum Zuschauen verdammt. Er musste sich das packende 4:4 von der Bank aus anschauen. Die "Gazzetta dello Sport" feierte das Spitzenspiel des fünften Serie-A-Spieltags als ein "Riesenspiel, in dem keine Mannschaft verlieren durfte", vermisste zugleich aber auch "die Kopfballstärke" des deutschen Mittelstürmers.

"Oliver hat in den letzten Partien am meisten gespielt. Da musste ich ihn schonen", rechtfertigte Milan-Trainer Alberto Zaccheroni den Verzicht auf den besten Mailänder Torschützen der letzten Saison. Das Rotationsprinzip beim Titelverteidiger macht offensichtlich in dieser Saison nicht einmal mehr vor dem zuletzt unantastbaren Bierhoff halt, der nun ausgeruht zur Nationalmannschaft reisen kann.

In Bierhoffs Abwesenheit avancierte in Rom der für 41 Millionen Mark von Dynamo Kiew zu den Mailändern gewechselte Stürmerkollege Andrej Schewtschenko zum besten Spieler des Abends. Der Ukrainer traf dreimal und zog in der Torjägerliste mit nunmehr fünf Treffern mit Gabriel Batistuta (AC Florenz) und Christian Vieri (Inter Mailand) gleich. Nach dem Spiel gab sich Schewtschenko bescheiden: "Ich habe nur dank meiner Mitspieler getroffen." Auf Lazios Seite hielt vor allem Marcello Salas mit zwei Toren dagegen.

Das torreiche Unentschieden im Spitzenspiel freute nicht nur die 60 000 begeisterten Zuschauer im Olympiastadion von Rom, sondern auch Milans Stadtrivalen. Inter blieb so mit 13 Punkten alleiniger Tabellenführer, gefolgt von AS und Lazio Rom (beide 11), Rekordmeister Juventus Turin (10) und dem AC Mailand (9). Florenz (8) fiel auf Rang sechs zurück.

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