Rothenbaum : Federer mit Volldampf ins Halbfinale

Der dreimalige Rothenbaum-Sieger Roger Federer hat das Halbfinale beim Tennisturnier in Hamburg erreicht. Das erhoffte Finale gegen den spanischen Sandplatz-König Rafael Nadal rückt näher.

Hamburg - Der "Fed-Express" kommt langsam in Fahrt und steuert mit Volldampf Richtung Traumfinale am Hamburger Rothenbaum. Nach zuletzt vier missglückten Turnier-Auftritten setzte sich Roger Federer gegen David Ferrer in 1:47 Stunden mit 6:3, 4:6, 6:3 durch und ließ sich auch vom ersten Satzverlust im siebten Tennis-Vergleich mit dem Spanier nicht aus der Erfolgsspur drängen. Letztlich erledigte der Weltranglisten-Erste aus der Schweiz souverän seine Hausaufgaben zum Erreichen des erhofften Endspiels gegen Sand-König Rafael Nadal, der in seinem Viertelfinale am Abend dem Chilenen Fernando Gonzalez gegenüber steht.

"Ich bin total kaputt, aber sehr froh. Es war ein hervorragender Sieg", gestand Federer, der auch im siebten Duell mit dem Weltranglisten-14. aus Valencia seine makellose Bilanz verteidigte. "Es war ein hartes Match, aber das wusste ich vorher. David ist auf Sand ein klasse Spieler." In der Vorschlussrunde der mit 2,08 Millionen Euro dotierten einzigen deutschen Masters-Veranstaltung trifft Federer nun an diesem Samstag auf den Spanier Carlos Moya oder Novak Djokovic aus Serbien. "Wenn ich schon im Halbfinale bin, dann will ich auch gewinnen", sagte der Eidgenosse, der nach 2002, 2004 und 2005 zum dritten Mal den Titel am Rothenbaum holen will.

"Der Ärger der letzten Wochen hat mich doch sehr beschäftigt. Jetzt, wo alles geklärt ist, fühle ich mich wieder sehr viel wohler", sagte Federer, der sich erst vor einer Woche von seinem Trainer Tony Roche getrennt hat. Seither läuft es zunehmend besser bei dem zuletzt arg schwächelnden Branchen-Primus. Bis zum 4:2 im zweiten Satz sah alles nach einer glatten Sache aus. Doch Federer verpasste es, den Sack zu zu machen. Mehrere leichte Fehler machten Ferrer stark und der ebenfalls 25-Jährige nutzte die Chance zum Satzausgleich eiskalt. Danach blieb es ausgeglichen, bis der zehnmalige Grand-Slam-Champion mit dem Break zum 5:3 den "Fed-Express" vorm Entgleisen bewahrte. (Von Andreas Bellinger, dpa)

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