Sport : Roy Makaay und kein Ende

La Coruña will mehr Geld und meldet ihn für Champions League

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München (Tsp). Wer gedacht hatte, mit der Verpflichtung Roy Makaays durch den deutschen FußballRekordmeister FC Bayern München würde nun ein wenig Ruhe einkehren, der irrte. Zwar trainierte der niederländische Torjäger gestern beim FC Bayern erstmals mit und schoss dabei auch sein erstes Tor, doch sein bisheriger Verein Deportivo La Coruña lässt nicht locker. Nicht nur, dass der spanische Klub zusätzlich zur Ablösesumme von rund 18 Millionen Euro einen Ausbildungs-Nachschlag von rund 850 000 Euro verlangt. La Coruña meldete Makaay gestern auch überraschend für die Qualifikation zur Champions League bei der Europäischen Fußball-Union (Uefa).

Dies ist zwar im Grunde nur eine Formalität, denn die Meldeliste entscheidet noch nicht darüber, für welchen Klub Makaay in der europäischen Elite-Liga spielen darf. Dennoch brachte es erneut Unruhe in die Transferaktionen. Auch, dass Deportivo den Einsatz von Makaay auf seiner Homepage gerügt hat. Die Bayern ließen ihre neue Nummer 10 auf eigenes Risiko ohne Versicherungsschutz mittrainieren, weil Makaay möglichst schon im Heimspiel am Samstag kommender Woche gegen den VfL Bochum sein Punktspiel-Debüt feiern soll.

Der Fax-Verkehr zwischen München und La Coruña ging auch gestern weiter. Streitpunkt ist offenbar die Ausbildungs-Vergütung an die früheren Vereine von Makaay. „Die Rechtslage ist klar. Derjenige Verein, der die Ablöse bekommt, hat die Ausbildungs-Entschädigung zu zahlen“, beschrieb Hoeneß die Bayern-Auffassung, die sich auf die Statuten des Weltverbandes Fifa stützt.

Scheitern könne der Wechsel nicht mehr, versicherte Trainer Ottmar Hitzfeld: „Der Vertrag ist perfekt. Es sind nur noch Details zu klären.“ Manager Uli Hoeneß erlaubte die Trainingsteilnahme des 28-jährigen Torjägers, weil „wir der Meinung sind, dass unsere Vereinbarungen mit La Coruña okay sind“.

So konnten am Nachmittag 1000 Fans den neuen Star der Bayern erstmals im Trikot der Bayern bewundern. „Roy hat einen guten Einstand gehabt. Die Mannschaft freut sich, dass er endlich da ist“, erklärte Trainer Hitzfeld nach der lockeren Übungseinheit. „Man sieht, dass er ein Torjäger ist.“ Am Montag soll Makaay auf der Transferliste erscheinen und schon am Dienstag im Testspiel beim 1. FC Nürnberg mit einer Sondergenehmigung zum Einsatz kommen.

Makaay selbst gab sich in einem Interview für die Online- Ausgabe des „Kicker“ optimistisch: „Man hat mir gesagt, dass die Vereine an diesem Wochenende alles klären werden. Es ist ja schon ein gutes Zeichen, dass ich heute trainiert habe. Samstag in Hannover werde ich zwar noch nicht mitmischen, aber Anfang der Woche soll meine Spielberechtigung da sein.“ Den Wechsel nach München begründete er damit, dass sich der FC Bayern sehr lange bemüht habe: „Das zeigt das große Vertrauen, das er zu mir hat.“

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