RÜCK Spiel : Heulen bei Hansa

Wie Herthas Trainer Stevens in Rostock Emotionen zeigte

Der Abend im Ostseestadion war dramatisch, und ganz am Ende sahen die Berliner einen Trainer, den sie so nicht kannten: Huub Stevens, der „Knurrer aus Kerkrade“, weinte vor Erleichterung. Bei Hertha lief’s im Herbst 2003 gar nicht, der Klub, mit gewaltigen Erwartungen gestartet, war Letzter, ohne Sieg in neun Spielen. Manager Hoeneß stellte ein Ultimatum: Zwei Siege bei Hansa – in der Liga und im Pokal – oder Stevens muss gehen. Das erste Spiel am 25. Oktober gewann Hertha 1:0. Drei Tage später stand es im DFB-Pokal nach 119 packenden Minuten 2:1 für Hansa – ehe Nando Raffael ausglich, Hertha anschließend im Elfmeterschießen gewann und Stevens weinte. Er blieb Trainer. Aber nur bis zum 3. Dezember: An jenem Abend ging Hertha 1:6 in Bremen unter, Stevens gab auf. Traurig, aber ohne Tränen.

Samstag, 15.30 Uhr, Hansa – Hertha

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