Rückblick auf die Paralympics : Die Kraft der Erfahrung

Zweieinhalb Wochen Paralympische Spiele in London gehen zu Ende. Die Schülerreporter haben für die Paralympics Zeitung über die Wettkämpfe und das Drumherum geschrieben. Was bleibt?

Alexander Kauschanski
Alexander Kauschanski, Schülerreporter der "Paralympics Zeitung".
Alexander Kauschanski, Schülerreporter der "Paralympics Zeitung".Foto: Thilo Rückeis

Eine Zeitung ist dazu da, um Geschichten zu erzählen. Geschichten, die die Erfahrungen des Lesers übersteigen. Gleichzeitig schaffen diese Stories Relevanz und Aktualität. Sie durchbrechen die Grenzen zwischen Erzählendem und Erzähler und können vor allem neues  Erschaffen. Eine Zeitung kann den Horizont des Lesers erweitern, sein Bewusstsein für neue Dinge stärken.

Die Geschichte der Paralympics kann die Paralympics Zeitung erzählen. Und diesmal konnte ich ihr als Journalist meine Stimme geben. Jeder Mensch macht im Leben unterschiedliche Erfahrungen. Auch als Journalist suche ich mir einige dieser Erlebnisse aus, andere stoßen mir unerwartet zu. In diesem Fall war ich bei den Paralympics 2012 in London und musste Zusammentreffen, Wettkämpfe, Biografien und Stories an alle Menschen weitergeben, die genauso gerne bei den Spielen zugesehen, Medailliensieger getroffen, mit den Sportlern mitgefiebert und mit dem Publikum mitgejubelt hätten.

Das ist uns hoffentlich mithilfe der Paralympics Zeitung hervorragend gelungen. Um Aufmerksamkeit für den Behindertensport zu schaffen, braucht es ein Medium. Wenn diese Verbindung reißt, verlieren beide Seiten eine wichtige Erfahrungsquelle.

Bildergalerie: Das Team der Paralympics Zeitung

Die Schülerreporter
Gruppenbild der Schüler und Referenten am ersten Tag beim Workshop der Paralympic Post / Paralympics Zeitung im "Hillscourt Education Centre" in Rednal bei Birmingham in England. Die Schülerinnen und Schüler werden von den Paralympics 2012 in London berichten.Weitere Bilder anzeigen
1 von 20Foto: Thilo Rückeis
06.06.2012 15:52Gruppenbild der Schüler und Referenten am ersten Tag beim Workshop der Paralympic Post / Paralympics Zeitung im "Hillscourt...

Durch mein Mitarbeit konnte ich nicht nur vieles über Sport, Journalismus, Menschen und Nationen, sondern vor allen über mich selbst lernen. Dieses neue Wissen, unsere neu gewonnene Kraft konnten wir Teilnehmer durch unsere gründlich recherchierten Beiträge an alle Leser der Paralympics Zeitung weitergeben. Das elektrisierende Knistern im Stadion, die persönlichen Gedanken und die überwältigenden Gefühle, die ich in einigen Situationen während meines Aufenthaltes in London empfunden habe, konnte ich nur versuchen, durch Worte wiederzugeben. Wenn das Publikum für die Sportler brennt und mit den Jubelrufen von Tausenden von Menschen meine Ohren zum Rauschen gebracht hat. Der Moment, als ich sah, wie ein Sportler bei seiner unglaublichen Leistung eine Medaille gewann und einige Minuten später mit mir in der “Mixed Zone” sprach. Oder die Erfahrung durch London zu laufen, den Stimmen der Briten zu lauschen und ihre Begeisterung mitzuatmen.

So häufig wie hier bin ich noch nie an die Grenzen meiner eigenen Sprache gestoßen. Was ich dabei persönlich erfahren habe, hat das nicht getrübt. Meine Erlebnisse der Paralympics Zeit sind Schätze meiner Erinnerung geworden. Schätze, die ich mit jedem gerne geteilt habe, ohne davon ärmer zu werden.

Ja, es stimmt: Die Paralympics haben meine Sicht aufs Leben geändert. Die "Paralympics Zeitung" hat mir als Journalist die Möglichkeit gegeben, anderen Menschen diese neue Sicht anzubieten. Und ich kann nur hoffen, dass diese Welle der Inspiration durch unsere Arbeit in die Gesellschaft übergehen kann. Damit wir durch Akzeptanz und Faszination am Sport noch näher zusammenwachsen.

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