• Rückendeckung für MV: DFB-Regionalverbände unterstützen Mayer-Vorfelders Kandidatur

Sport : Rückendeckung für MV: DFB-Regionalverbände unterstützen Mayer-Vorfelders Kandidatur

Breite Unterstützung für Gerhard Mayer-Vorfelder bei seiner Kandidatur als Nachfolger von Egidius Braun auf dem Posten des DFB-Präsidenten: Keiner der fünf Vorsitzenden der Regional-Verbände sieht nach einer Umfrage des Sport-Informationsdienstes (sid) in der Affäre Christoph Daum einen Grund, dem 67-Jährigen die Gefolgschaft zu verweigern.

Am 8. September hatten Präsidium und Vorstand des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) sowie die Landesverbände einstimmig beschlossen, Mayer-Vorfelder als einzigen Kandidaten für die Wahl auf dem Bundestag am 27./28. April 2001 in Magdeburg zu benennen. Nach der positiven Haaranalyse des designierten Bundestrainers Christoph Daum war von einigen Seiten die Kandidatur von "MV" in Frage gestellt worden.

Ein Argument, das Hans-Georg Moldenhauer, DFB-Vizepräsident und Vorsitzender des Regionalverbandes Nordost, nicht gelten lässt: "Die Bundesliga hat dem DFB immer vorgeworfen, wichtige Entscheidungen alleine zu treffen. Deshalb ist die Task Force gegründet worden, damit die Bundesliga in Entscheidungen eingebunden wird. Daum ist einstimmig inthronisiert worden. Da sind keine Bedenken geäußert worden. Und jetzt soll Mayer-Vorfelder alleine verantwortlich gemacht werden? Mir scheint, im deutschen Fußball bilden Wort und Tat keine Einheit mehr. Das ist ein Problem."

Auch Engelbert Nelle, Vorsitzender des Regionalverbandes Nord, sagt: "Mayer-Vorfelder bleibt unser Kandidat, und er wird auch gewählt werden." Für Karl Schmidt, den Vorsitzenden des Regionalverbandes Südwest, steht die Unterstützung für Mayer-Vorfelder gleichfalls außer Frage: "Mayer-Vorfelder kann doch nicht bestraft werden, wenn andere gefehlt haben! Was da veranstaltet wird, ist nicht gerechtfertigt. Ich hoffe nur, er lässt sich durch das Kesseltreiben nicht von seinem Weg abbringen."

Paul Rasche, Vorsitzender des Regionalverbandes West, kann Rücktrittsforderungen ebenfalls nicht verstehen: "Der Mensch Mayer-Vorfelder hat sich doch nicht geändert! Egidius Braun hat ihn sich als Nachfolger gewünscht, er vertritt Deutschland jetzt auf internationalem Parkett in der Uefa: Ich verstehe die Vorbehalte nicht."

Bleibt schließlich noch Rolf Hocke, der Vorsitzende des Süddeutschen Fußball-Verbandes. Hocke meint klipp und klar: "So lange es zu Mayer-Vorfelder keine Alternative gibt, ist eine Kandidaten-Diskussion müßig."

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