Rückkauf : Sauber: BMW will zu viel Geld

Der erste Rettungsversuch ist missglückt, aber für das Sauber-Team gibt es weiter Hoffnung auf eine Zukunft in der Formel 1 nach dem Ausstieg von BMW.

München/Genf „Ziel ist es nun, in den kommenden Wochen mit potenziellen Interessenten und Peter Sauber eine Lösung zu finden“, sagte BMW-Motorsportchef Mario Theissen am Donnerstag. Am Vorabend war der frühere Teamchef Peter Sauber vorerst mit dem Bemühen gescheitert, sein ehemaliges Team nach dem Rückzug von BMW zum Saisonende zu retten. Unklar ist daher auch weiterhin die Formel-1-Zukunft des Mönchengladbacher Piloten Nick Heidfeld.

Obwohl Sauber daher auch den neuen Formel-1-Rahmenvertrag, das so genannte Concorde Agreement, noch nicht unterzeichnet hat, stellte die Teamvereinigung Fota erneut Unterstützung in Aussicht. „Die Fota wird jede Initiative unterstützen, die es der BMW-Sauber AG ermöglichen würde, sich wieder für eine vollwertige Teilnahme im Rahmen des neuen Concorde Agreements zu bewerben“, teilte die Fota mit.

Sauber betonte, er werde weiter versuchen, einen Platz im Starterfeld für 2010 zu erhalten. „Wir haben in der kurzen Zeit bereits Investoren und Sponsoren gefunden und werden nun gemeinsam mit ihnen an der Zukunft des Teams arbeiten“, sagte der 65-Jährige, der 20 Prozent an dem Rennstall hält. Als Interessent für einen Einstieg als Partner von Sauber gilt der dreimalige Formel-1- Weltmeister Nelson Piquet. Als Grund für die vorerst gescheiterten Verhandlungen mit BMW nannte Sauber, dass die Forderungen aus München „für mich ganz einfach viel zu hoch waren“.

BMW teilte hingegen mit, man habe seit Bekanntgabe des Rückzugs „alles versucht, um eine schnelle Einigung über einen Verkauf des Teams am Standort Hinwil zu erzielen. Dies ist leider trotz aller Anstrengungen erfolglos geblieben“, sagte Theissen. „Der uns vorgegebene enge Zeitrahmen hat nicht ausgereicht, um mit den Interessenten und Investoren eine Lösung für solch eine komplexe Transaktion zu finden.“ dpa

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