Sport : Rückkehr als Freund

Felix Magath tritt mit Wolfsburg bei Bayern an

Wolfsburg - Felix Magath hat seinen Koffer für eine Dienstreise mit dem VfL Wolfsburg wohl noch nie so gern gepackt wie diesmal. Es geht nach München zur Familie, und es geht zum FC Bayern, mit dem er seine größten Erfolge als Trainer feierte. „Ich freue mich darauf, mit meinem Team in einem Stadion vor fast 70 000 Zuschauern anzutreten. Und natürlich freue ich mich auch, meine Familie dort zu sehen“, sagte Magath vor dem Duell am Samstag.

Magath hat den Bayern verziehen. „Professionellste Entlassung meiner Karriere“ nennt er seinen Rausschmiss von vor zehn Monaten heute. Der habe sich angebahnt – trotz der zwei Meisterschaften und Pokalsiege. „Wenn man das Geschehen so deutlich dominiert und es trotzdem Kritik gibt, weiß man als Trainer: Da ist etwas im Busche“, beschreibt er seine damaligen Empfindungen.

Ihm wurden wohl auch weniger seine nationalen Bilanzen zum Verhängnis. Was den Bayern-Bossen fehlte, waren die internationalen Erfolge. Da hatte Magath („Jeder definiert Erfolg eben anders“) zu wenig aufzuweisen, so dass den Vorstandsvorsitzenden Karl-Heinz Rummenigge („Er wird bei uns als Freund empfangen werden“) und Manager Uli Hoeneß die Geduld verließ.

Statt der 70 Millionen Euro wie die Bayern hat Magath an seiner neuen Wirkungsstätte immerhin geschätzte 30 Millionen für neues Personal ausgeben dürfen. Noch läuft nicht alles, wie es soll, „aber wir zeigen den Fans, was wir versprochen haben: engagierten Offensivfußball“, sagt Felix Magath.

Bis 2010 ist er an den VfL gebunden und könnte sich gut vorstellen, auch darüber hinaus in Wolfsburg zu bleiben: „Beabsichtigt ist, dass wir länger zusammenbleiben. In Wolfsburg kann ich meine Vorstellungen von Fußball umsetzen.“ Im nächsten Jahr soll auch seine Familie nach Wolfsburg kommen. dpa

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