Sport : Rückkehr mit gemischten Gefühlen

Nächste Pleite: Eisbären verlieren 1:4 in Nürnberg.

Joachim Meyer

Nürnberg - Die Rückkehr von Jeff Tomlinson nach Nürnberg, wo der Eisbären-Coach im Dezember 2012 nach nur wenigen Monaten als Trainer überraschend entlassen wurde, endete mit einer 1:4 (0:1, 1:0, 0:3)-Niederlage und gemischten Gefühlen beim 43-Jährigen. „Es ist noch immer eine schöne Stadt, und ich konnte meinen Freund Tray treffen.“

Tray Tuomie wäre ohne Tomlinson heute wohl kaum der Cheftrainer der Nürnberg Ice Tigers. Fast zweieinhalb Jahre arbeiteten beide zusammen, nachdem der heutige Eisbären-Coach seinen ehemaligen Mitspieler als Kotrainer nach Düsseldorf lotste. Und später auch nach Nürnberg mitnahm. „Wir kennen uns gut. Aber gerade deswegen muss man mit Überraschungen rechnen“, hatte Tuomie vor der Begegnung gesagt.

Vor 2655 Zuschauern waren es die Nürnberger, die gleich zu Beginn die Berliner überraschen konnten. Nach nur zehn Sekunden bekam Steven Reinprecht zu viel Raum von Jimmy Sharrow und Jens Baxmann gewährt und traf zum 1:0 für die Ice Tigers. Nur langsam kamen die Eisbären besser ins Spiel, das erste Powerplay verpuffte wirkungslos. In der 13. Minute war es Darin Olver, der die erste klare Schusschance für den Meister vergab.

Im zweiten Drittel steigerten sich die Berliner. Daniel Weiß, in der vergangenen Saison noch an die Franken ausgeliehen, gelang nach einem Solo der Ausgleich. Doch wie schon im ersten Drittel war es ein schnelles Tor, das zu Beginn des Schlussabschnitts die zweite Liga-Pleite in Folge für die Eisbären einleitete. Der aufgerückte Jame Pollock traf zum 2:1 für die Nürnberger, die sich dank eines Rückhandtreffers von Steven Reinprecht in der 52. Minute und eines Treffers ins leere Tor, als Tomlinson Torhüter Rob Zepp in der 59. Minute aus dem Spiel genommen hatte, den Sieg nicht mehr nehmen ließen.

„Steven Reinprecht war überragend. Und die wenigen Chancen, die wir hatten, hat Weiman gehalten. Nürnberg hat so solide gespielt, dass meine Jungs dann auch ein bisschen frustriert waren“, sagte Tomlinson. War es Tuomie also gelungen, den Eisbären-Coach zu überraschen? „Heute sind im Eishockey generell keine Überraschungen mehr dabei, es gibt ja so viel Video“, sagte Tomlinson, „was mich aber doch überrascht hat, war, wie eng Nürnberg den Raum gemacht hat.“ Die Stadt war für Jeff Tomlinson daher nur aus freundschaftlichen Gründen eine Reise wert.Joachim Meyer

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