Sport : Rückkehr voller Emotionen

McElroy spielt mit Alba in Köln, Nadjfeji verletzt

Lars Spannagel

Berlin - Die Basketball-Bundesliga ist zurzeit der falsche Ort für zartbesaitete Menschen. Die Tumulte, welche die Liga in den vergangenen Wochen erschütterten, hat wohl niemand so stark zu spüren bekommen wie Aleksandar Nadjfeji und Immanuel McElroy. Erst verließen die Profis die vermeintlich bankrotten Köln 99ers und wechselten zu Alba Berlin, dann rettete sich Köln finanziell doch noch. Während Nadjfeji wegen muskulärer Probleme in der Wade pausieren muss, tritt McElroy heute in Köln (Beginn 18.30 Uhr) gegen seine früheren Teamkollegen an.

Bei den 99ers war McElroy in dieser Saison nicht nur einer der besten Spieler, er stand dort auch mehr als drei Jahre unter Vertrag. Kein Wunder also, dass der Amerikaner sagt, er habe schon „die ganze Woche über das Spiel nachgedacht“. Bei der Rückkehr in seine alte Heimat erwartet er ein „sehr emotionales Spiel“, vor der Reaktion des Kölner Publikums hat er aber keine Angst: „Die echten Fans haben mich immer sehr unterstützt und werden das verstehen. So ist das Leben als Profisportler eben manchmal.“ Am Tag vor dem Pokal-Achtelfinale der Kölner in Berlin hatten die 99ers den Abschied ihrer Stars angekündigt, am Tag nach dem Kölner Debakel in der Max-Schmeling-Halle (56:89) gab Alba die Verpflichtung von Nadjfeji und McElroy bekannt.

Neben dem Serben und dem Amerikaner hat mit Toby Bailey ein dritter Leistungsträger Köln verlassen. Momentan ist Köln Tabellensiebter – orientiert sich aber keinesfalls nur nach unten. Die neuen Geldgeber machen es möglich: Vor Ablauf der Wechselfrist verpflichteten die Kölner in der Nacht zu Freitag mit Brian Greene und Roy Booker zwei neue Spieler. Doch trotz der bizarren Wandlung in der Kölner Vereinsgeschichte und des Wechsels von Nadjfeji und McElroy will Alba-Trainer Luka Pavicevic nichts von einem besonderen Spiel wissen. Ihm geht es um die Tabellenführung . „Die Niederlage am vergangenen Wochenende gegen Leverkusen war sehr schmerzhaft“, sagt Pavicevic. „Wir haben keine Zeit, darüber nachzudenken, ob dieses Spiel für irgendjemanden besonders ist.“

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