Sport : Rückwärts nach unten

Kaiserslautern rückt dem Abstieg näher: 2:2 gegen Gladbach

Oliver Trust

Kaiserslautern . Wie leblos sanken die Männer in den roten Trikots in die Grashalme. Thomas Riedl schlug beschämt die Hände vors Gesicht. Trainer Kurt Jara schrie seine Wut neben der Bank heraus. Es war die zweite Minute der Nachspielzeit als kurzzeitig die Welt des 1. FC Kaiserslautern zusammenbrach, weil der in der 76. Minute eingewechselte Igor Demo den Ball ins Kaiserslauterner Tor schoss. Statt eines Zittersieges stand für den 1.FC Kaiserslautern nur ein 2:2 gegen Borussia Mönchengladbach zu Buche. Der Gegner vom Niederrhein hatte sich den Punkt redlich verdient, die Lauterer aber trennt nur noch ein Punkt von einem Abstiegsplatz. „Das ist wie eine Niederlage“, sagte Kaiserslauterns Torwart Tim Wiese.

Nach der Führung durch Halil Altintop (3.) und dem Treffer von Marian Hristov (47.) hatte alles nach einem ungefährdeten Heimsieg ausgeschaut. Was die 47000 Zuschauer im Fritz-Walter-Stadion aber geboten bekamen, war die Zitterpartie einer Mannschaft, die in der Schlussphase der Saison an ihren Nerven zu scheitern droht.

Borussia Mönchengladbach ließ sich selbst durch die gelb-rote Karte für Milan Obradovic (72.) nicht aus dem Konzept bringen. Trainer Holger Fach sagte: „Wir haben selbst mit zehn Mann den Gegner in der zweiten Hälfte beherrscht.“ Broich hatte nach 50 Minuten mit dem 1:2 die Wende für die bessere Elf eingeleitet.

„Das war der Knackpunkt“, sagte Kaiserslauterns Coach Jara. „Die Enttäuschung ist bei allen grenzenlos.“ Die verunsicherten Pfälzer gaben jede Bemühung auf, noch Angriffe zu starten. Im Rückwärtsgang versuchte sich die Mannschaft über die Zeit zu retten. Jara nahm die offensiven Lokvenc und Dominguez vom Feld und brachte mit Mettomo und Kosowski zwei Spieler, die den FCK trotz laufender Verträge verlassen sollen.

Trotz der prekären Lage sagte Kaiserslauterns Präsident Rene C. Jäggi: „Ich bin grenzenlos optimistisch.“ Trainer Kurt Jara scheint das anders zu sehen. Nach wenigen Worten bei der Pressekonferenz verschwand er stocksauer. „Ich sag gar nichts mehr, lasst mich in Ruhe.“

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