Sport : Rugby-WM: Euphorie in Frankreich

Paris - Bereits seit fünf Wochen wird in Frankreich die Rugby-Weltmeisterschaft ausgetragen. Seit ihrem Beginn ist das Interesse an ihr im Veranstalterland stetig gewachsen. Auf den Sportseiten der französischen Tageszeitungen ist das Halbfinale gegen den Rivalen England (heute, 21 Uhr, live im DSF) zurzeit beherrschendes Thema. Im Schatten des europäischen Duells im Pariser Stadion St. Denis, das weltweit mehr als zwei Milliarden Menschen im Fernsehen verfolgen werden, ermitteln der einstige Weltmeister Südafrika und das Überraschungsteam aus Argentinien am Sonntag den zweiten Finalisten.

Nach dem 20:18-Erfolg gegen den Topfavoriten Neuseeland haben die Franzosen kaum Zweifel, dass sie zum dritten Mal nach 1987 und 1999 das WM-Finale erreichen werden. Frankreichs Trainer Bernard Laporte nominierte die 22 Akteure, die die Neuseeländer so überzeugend bezwungen haben. „Wenn wir zwei oder drei Änderungen vornehmen, würden die Spieler fragen, warum gerade ich?“, sagte Laporte.

Auch sein englischer Kollege Brian Ashton hält an dem Personal fest, das im Viertelfinale Australien 12:10 bezwang. „Wir müssen uns in allen Bereichen steigern und ein paar Gänge zulegen, um gegen Frankreich eine Chance zu haben“, sagte Ashton. Viel wird vom Trittspezialisten Jonny Wilkinson abhängen. Der 28-Jährige aus Newcastle ist Englands großer Hoffnungsträger. Wie wichtig Wilkinson ist, zeigte sich in den Gruppenspielen: Ohne ihn verlor der Titelverteidiger gegen Südafrika mit 0:36.dpa

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben