Sport : Rumpelsieg on Ice

Eisbären nach 4:1 gegen Iserlohn nun auf Platz acht

Claus Vetter

Berlin - Am Berliner Ostbahnhof künden zurzeit drei mit Lichterketten weihnachtlich geschmückte Baukräne als Vorboten von einer modernen Zukunft der Eisbären. Dort lässt der Eigner des Meisters der Deutschen Eishockey-Liga, die Anschutz-Gruppe, eine neue Arena bauen. Bis zu deren Fertigstellung dauert es allerdings laut Bauplan noch bis zum Herbst 2008 und bis dahin müssen die Eisbären im rustikalen Sportforum antreten, was nicht sehr komfortabel ist, aber mitunter ganz amüsant sein kann, wie zum Bespiel gestern. Dort bot der Tabellenneunte gegen die elftplatzierten Iserlohn Roosters sozusagen das passende Spiel zur Halle – Rumpeleishockey eben. Da die Eisbären dabei 4:1 (1:1, 2:0, 1:0) siegten, fühlten sich ihre vielen Anhänger unter den 5000 Zuschauern trotzdem gut unterhalten und sangen sogar: „Oh, wie ist das schön.“

Freunde geordneten Spiels hatten am Freitag in Hohenschönhausen allerdings wenig Grund zur Freude. Beide Teams spielten von Beginn völlig befreit von defensiven Zwängen auf. Nur weil sich die Torhüter Youri Ziffzer und Dimitri Kotschnew geistig geordneter präsentierten als ihre Vorderleute, fielen zunächst kaum Tore. Der Berliner Ziffzer kassierte das erste. Als Iserlohn in 5:3-Überzahl agierte, wurde er von Robert Hock bezwungen. Steve Walker traf noch im ersten Drittel zum Ausgleich für die Eisbären nach vorzüglicher Vorarbeit von Deron Quint. Für den nächsten Höhepunkt in einem durchschnittlichen Spiel war dann ausgerechnet der ansonsten unauffällige Jeff Jillson verantwortlich. Nach einem gemütlich vorgetragenen Konter setzte der Verteidiger den Puck genau ins rechte Eck des Iserlohner Tores.

Die Vorentscheidung zugunsten der Eisbären gelang dann Christoph Gawlik mit einem Stochertor zum 3:1 kurz vor der zweiten Drittelpause. Es folgte ein munteres Durcheinander. Gegen die resignierenden Sauerländer schoss Gawlik noch das Tor zum 4:1 und so leuchtete beim Erklingen der Schlusssirene auf der Anzeigetafel im Sportforum ein Ergebnis auf, das den Aufwärtstrend der Eisbären bestätigte. Seit gestern haben die Eisbären nun drei Punkte Vorsprung auf Iserlohn und sind vorbei an den Hamburg Freezers in der Tabelle auf Platz acht geklettert.

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