Sport : Rund 600 000 Euro fehlen

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Berlin. Fußball-Zweitligist 1. FC Union hat die Wahl. „Entweder wir versuchen, unsere Einnahmen zu erhöhen, oder wir müssen die Kosten reduzieren“, nennt Heiner Bertram, der Präsident, die triste Alternative. Union wird sich zu einer Mixtur aus beiden Möglichkeiten entschließen. Bertram denkt sogar daran, notfalls die Punktprämien für die Mannschaft in der nächsten Saison zu reduzieren. Der jüngst geschlossene Vertrag zwischen Deutscher Fußball-Liga (DFL) und KirchMedia zwingt den Klub schließlich dazu, den knappen Haushalt noch einmal mit roter Tinte zu bearbeiten. 17 Prozent weniger an Fernseheinnahmen hat Bertram allein für seinen Verein für die nächste Saison errechnet. Das sind bei der ursprünglich kalkulierten Summe von 3,5 Millionen Euro immerhin rund 600 000 Euro, die fehlen.

Trotzdem sagt Bertram, der selbst zum Vorstand der DFL zählt: „Sicher ist das für alle Klubs schmerzlich, aber unter den Gegebenheiten war es ein guter Abschluss.“ Der Präsident kann sich ja auch in relativer Sicherheit wiegen. „Wir haben bei unserer Lizenz keine Auflagen bekommen. Deswegen trifft uns das nicht ganz so hart wie andere Klubs, die nicht nur weniger Fernseheinnahmen haben, sondern obendrein noch Auflagen erfüllen müssen“, so Bertram.

Etwas Geld bekommt Union in Kürze rein: Der zum VfL Osnabrück gewechselte Harun Isa bringt rund 40 000 Euro Ablöse. Geld, das aber wieder ausgegeben werden soll. Für einen neuen Stürmer, wenn nicht gar für deren zwei. Drei Kandidaten testete Trainer Georgi Wassilew seit Beginn voriger Woche bei einem Probetraining. Nur zwei sind jetzt noch übrig. Fatih Tastan ist bereits heimgefahren. Der 22-jährige Türke von Westfalia Herne musste wegen eines geschwollenen Knöchels passen. Karsten Doneck

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