Sport : Russen siegen glanzvoll gegen Tschechen – 4:1

Roman Hubnik gab wirklich sein Bestes. Der tschechische Abwehrspieler von Hertha BSC versuchte noch einen Fuß in den Schuss von Roman Pawljutschenko zu bekommen, kam aber zu spät. Der vom russischen Stürmer abgefeuerte Ball ließ auch Tschechiens Torwart Petr Cech keine Chance und schlug im linken Torwinkel zum 4:1 ein. Hubniks vergebliches Mühen war symptomatisch für das zweite Spiel dieser EM, in dem die Tschechen gegen ein überzeugendes russisches Team chancenlos waren und 1:4 (0:2) verloren.

Dabei hatte der Vize-Europameister von 1996 vor 40 803 Zuschauern in Breslau engagiert begonnen und in der Anfangsviertelstunde das Tempo des Spiels vorgegeben. Die Russen schauten sich das harmlose Treiben zunächst in Ruhe an, machten dann aber schnell ernst, nach 15 Minuten gelangen ihnen das erste Tor. Nach einem Pfostenkopfball von Alexander Kerschakow versenkte Alan Dsagojew den Abpraller ohne Mühe. Dem folgenden Angriffswirbel der Russen hatten die Tschechen nichts entgegenzusetzen. Die Mannschaft von Trainer Michal Bilek war immer einen Schritt zu langsam und offenbarte vor allem in der Defensive deutliche Schwächen. Die Russen zogen ihr schnelles Kombinationsspiel auf, waren bei ihren im Expresstempo vorgetragenen Kontern kaum zu stellen und nutzten die Freiräume vor Petr Cechs Strafraum geschickt aus. Beim zweiten Gegentreffer wurde der Keeper vom Champions-League-Sieger FC Chelsea von seinen Vorderleuten erneut im Stich gelassen: Nach einem Pass des unermüdlichen Antreibers Andrej Arschawin lupfte Roman Schirokow das Leder technisch gekonnt über den machtlosen Cech.

Kurz nach der Pause konnte Vaclav Pilar zum 1:2 verkürzen, es schien aber nur kurz, als könne die Partie kippen. Dsagojew mit seinem zweiten Treffer und der eingewechselte Pawljutschenko acht Minuten vor Schluss entschieden das einseitige Spiel mit ihren Toren endgültig und brachten den Klassenunterschied auch zahlenmäßig zum Ausdruck. In dieser Form sind die Russen eindeutiger Favorit auf den ersten Platz in der Gruppe A und dürfen sich Hoffnungen machen, ähnlich weit wie 2008 zu kommen, als sie ins EM-Halbfinale vorstießen.dpa/Tsp

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