Sport : RUSSLAND – SCHWEDEN

Gruppe D, Tivoli Neu Innsbruck 20.45 Uhr, live in der ARD

Die Botschaft von Andrej Arschawin ist eindeutig: „Ich bereite mich auf das Spiel vor und hoffe, von Anfang an zu spielen.“ Damit könnte für den Stürmer vom Uefa-Pokal-Sieger Zenit St. Petersburg die Zeit des Wartens vorbei sein. Nach seiner Tätlichkeit beim letzten Qualifikationsspiel in Andorra hatte er sich eine Rote Karte und eine Sperre von zwei Spielen eingehandelt. Doch Arschawin, dem etwas die Spielpraxis fehlt, gibt auch zu: „Die Aufstellung ist das exklusive Recht des Trainers.“ Nun muss Russlands Trainer Guus Hiddink entscheiden, ob er dem nur 1,72 Meter großen Angreifer eine Chance gibt.

Eigentlich kann der Niederländer auf den 27-Jährigen nicht verzichten. Nur ein Sieg bringt seiner Mannschaft den ersehnten Einzug ins Viertelfinale, den Schweden genügt dagegen wegen des besseren Torverhältnisses bereits ein Unentschieden. Doch Hiddink mochte sich so schnell doch nicht entscheiden, zumal er die gegen Titelverteidiger Griechenland mit 1:0 erfolgreiche Mannschaft nicht so gern verändern würde. „Es hängt davon ab, ob die anderen fit sind“, sagt Hiddink deshalb ausweichend. Er behauptet, er müsse im Fall eines Arschawin-Einsatzes den bisher einzigen Stürmer Roman Pawljutschenko opfern, da der St. Petersburger eher hängende Spitze spiele. Ganz offensichtlich möchte sich Hiddink das Überraschungsmoment bis zum Schluss erhalten. Viel lieber formuliert er seine Erwartungen an die Schweden, die er als offensiven Kontrahenten einschätzt. „Ich glaube nicht, dass die Schweden nur auf Unentschieden spielen werden, das entspricht nicht deren Mentalität. Sie sind nicht eines von den Teams, die nur ein Ergebnis verwalten und auf einen Punkt spielen“, sagt Hiddink. Die Bestätigung dafür kommt von den Schweden selbst. Trainer Lars Lagerbäck versichert, dass er seinen Schützlingen keinesfalls eine Mauertaktik verordnen werde. Das geschwollene Knie seines Starstürmers Zlatan Ibrahimovic beschäftigt ihn ohnehin weitaus mehr als die Taktik.

Aus Hiddinks Sicht ist Schweden Favorit. „Sie sind sehr gut organisiert, sie haben sehr erfahrene Spieler, die überall in Europa spielen. Sie sind nicht leicht aus dem Konzept zu bringen“, erklärt der Erfolgscoach. Mit vier anderen Nationalteams schaffte es der 61-Jährige bei Welt- oder Europameisterschaften, eine Vorrunde zu überstehen.

Schiedsrichter: Frank de Bleeckere (Belgien).

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