Sachsenring : Deutsche Motorrad-WM-Piloten nutzen Heimvorteil

Die deutschen Motorrad-WM-Piloten Cortese und Tode haben den Heimvorteil auf dem Sachsenring genutzt und sind heute aus Reihe eins gestartet.

Berlin – Gleich in zwei Klassen starten am Sonntag (ab 10.45/Sport 1 live) einheimische Fahrer aus der ersten Reihe in den Grand Prix von Deutschland. Sandro Cortese aus Berkheim fuhr im Qualifikationstraining der 125-Kubikzentimeter-Klasse am Samstag auf Platz vier. Sensationell als Zweiter geht der Glauchauer Arne Tode ins Rennen der Moto2. „Ich freue mich unendlich über diesen zweiten Platz“, jubelte der Sachse und wurde von den Zuschauern frenetisch gefeiert. „Damit hätte ich nicht gerechnet. Wir haben das Motorrad nach dem Training noch mal verbessert und dabei hat jeder im Team einen tollen Job gemacht.“ Tode, der in dieser Saison sein Debüt als Stammfahrer in der WM gibt, musste lediglich dem Italiener Andrea Iannone den Vortritt lassen.

Stefan Bradl aus Zahling belegte in der Moto2 Platz sieben und war damit auch zufrieden. „Die erste Kurve entscheidet morgen, wohin die Reise geht. Ich bin nicht mitten im Pulk, aber Respekt habe ich dennoch“, sagte der Bayer.

Cortese hatte sich an seinem Teamkollegen Marc Marquez orientiert, der erneut die Poleposition erreichte. „Es wird sehr schwer, Marc zu schlagen, aber ein Podestplatz sollte es schon werden“, sagte Cortese, der drei Runden lang hinter Marquez herfuhr, dessen Fahrlinie studieren konnte und dabei seine besten Rundenzeiten erreichte. „Ich freue mich auf Sonntag.“

Nicht wie erhofft konnte sich Jonas Folger (Aprilia) in Szene setzen. Der Bayer belegte Platz elf. Marcel Schrötter (Pflugdorf/Honda), im vergangenen Jahr noch aus der ersten Reihe startend, kam lediglich auf Platz 15. Auch Toni Finsterbusch (Krostiz/KTM), der mit einer Wildcard antreten durfte und am Samstagmorgen im freien Training mit Rang acht überrascht hatte, bekam seine Grenzen aufgezeigt und startet von Platz 18.

In der MotoGP-Klasse kam Titelverteidiger Valentino Rossi nach seiner Verletzungspause auf Platz fünf. Der Italiener, der mit einem speziell angefertigten Rennanzug fährt, um das verletzte rechte Bein zu entlasten und zu stabilisieren, musste mit ansehen, wie sein Yamaha-Teamkollege Jorge Lorenzo aus Spanien die Poleposition erkämpfte und damit beste Aussichten auf seinen sechsten Saisonsieg hat. dpa

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