Sport : Säbel-Frauen enttäuschen bei Fecht-WM

St. Petersburg - Die deutschen Säbel-Fechterinnen haben zum Auftakt der Weltmeisterschaften in St. Petersburg eine Enttäuschung hinnehmen müssen und im Kampf um die Olympia-Qualifikation weiteren Boden verloren. Das ohnehin mit nur geringen Erwartungen angetretene Trio schied am Samstag bereits in der ersten Runde der Direkt-Ausscheidung der besten 64 aus. Stefanie Kubissa (Dormagen) unterlag der Polin Irena Wieckowska mit 14:15 Treffern. Alexandra Bujdoso aus Koblenz zog gegen Swetlana Kormilitsyna aus Russland mit 13:15 den Kürzeren und fällt damit in der für die Spiele in Peking maßgeblichen Weltrangliste weiter zurück. Im Vorjahr hatte die damals 16-jährige Bujdoso noch überraschend das WM-Viertelfinale erreicht.

Sybille Klemm aus Eislingen unterlag der Chinesin Zhao Yuanyuan 12:15. Die Tauberbischofsheimerin Doreen Häntzsch konnte mit einem Muskelfaserriss im rechten Oberschenkel gar nicht erst starten, soll aber im Teamwettkampf am Freitag wieder auf der Planche stehen. „Das ist superärgerlich, wenn wochenlange Arbeit in wenigen Sekunden zunichte gemacht wird. Wir wollten das schlechte EM-Ergebnis vergessen machen“, sagte Bundestrainer Eero Lehmann, der zumindest das Überstehen der ersten Runde erwartet hatte. „Alle drei hatten lösbare Aufgaben, es wäre machbar gewesen.“ Bis zum Mannschaftswettkampf am Freitag soll Doreen Häntzsch wieder fit sein.

Da das Säbel-Team in der Weltrangliste aber ebenfalls abgerutscht ist, droht bereits im Achtelfinale eine schwere Aufgabe. Die Equipe braucht aber ein gutes Ergebnis, um nicht vorzeitig alle Olympia-Hoffnungen aufgeben zu müssen. „Eine muss einfach zu den Spielen, notfalls über die Europa-Qualifikation“, sagte Lehmann.

Souverän überstanden hingegen beide deutschen Florettfechter die Qualifikation. Der Berliner Christian Schlechtweg gewann all seine sechs Rundengefechte, Dominik Behr aus Tauberbischofsheim war in sechs Duellen fünf Mal erfolgreich. Für die Direkt-Ausscheidung der besten 64 am Sonntag sind Weltmeister Peter Joppich aus Koblenz und der Bonner Benjamin Kleibrink bereits wegen ihrer guten Weltranglisten-Positionen qualifiziert. dpa

0 Kommentare

Neuester Kommentar