Sport : Säbelfechter retten die Bilanz

Deutsches Team gewinnt bei der WM gegen Polen Bronze

NAME

Lissabon (dpa). Die Säbelfechter haben das deutsche Team vor dem zweiten Weltmeisterschaftstag ohne Medaille bewahrt: Das Team, Olympia-Dritter in Sydney 2000, gewann in Lissabon die Bronzemedaille. Nach anfänglich zwei verlorenen Gefechten um den dritten Platz bezwangen Dennis Bauer (Koblenz), Alexander Weber (Tauberbischofsheim) und Michael Herm (Eislingen) ihre polnischen Gegner im Kampf um Bronze. Das deutsche Team siegte schließlich mit 45:33 Treffern. Die Säbelfechter bescherten dem Deutschen Fechter-Bund (DFeB) damit nach acht von zwölf WM-Entscheidungen die vierte Medaille. Dagegen erlebten die mit zwei Einzelmedaillen dekorierten Degenfechterinnen einen dramatischen Absturz. Im Viertelfinale unterlagen die WM-Zweite Imke Duplitzer (Heidenheim), die Bronze-Gewinnerin Britta Heidemann und Marijana Markovic (beide Leverkusen) im „sudden death“ gegen China mit 40:41.

Das Säbel-Trio der Männer hatte das Halbfinale gegen Olympiasieger Russland – gegen dieses Team hatte man vor einem Jahr bei der WM und bei den Olympischen Spielen in Sydney jeweils in der Runde der besten Vier verloren – ohne große Gegenwehr und vor allem ohne großen Kraftaufwand mit 15:45 abgegeben. Es lohnte sich. Vor allem, weil die Polen sich mit Italien im zweiten Halbfinale ein Gefecht auf Biegen und Brechen lieferten (43:45) und dann gegen den Olympia-Dritten Deutschland müde wirkten. Die Polen wirkten nach der Niederlage gegen Italien geschockt. In der Runde der letzten Acht hatte das deutsche Team Weißrussland mit 45:39 ausgeschaltet. Im brisanten Duell gegen die thailändische Mannschaft des ehemaligen DFeB-Fechters und Olympia-Dritten Willy Kothny in der ersten Finalrunde waren sie mit 45:26 ebenfalls deutlich überlegen gewesen.

Dagegen konnte das Degenteam der Frauen die eigenen Medaillenhoffnungen nicht erfüllen. Die WM-Zweite Imke Duplitzer, die WM-Dritte Britta Heidemann sowie Marijana Markovic und Katja Nass (Offenbach) ereilte gegen China der „plötzliche Tod“ nach einem dramatischen Gefecht. Ausgerechnet die im Einzel noch nervenstark und souverän aufgetretene Britta Heidemann verspielte eine 39:36-Führung. Zwei Sekunden vor Ablauf der regulären Zeit musste die erst 19 Jahre alte Weltranglisten-Vierte den Treffer zum 40:40 einstecken.

Wie schon im vergangenen Jahr bei der WM und bei den Olympischen Spielen in Sydney verabschiedeten sich die im Einzel ansonsten oftmals erfolgreichen Degenfechterinnen mit der Mannschaft bereits im Viertelfinale.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben