Saisonauftakt in der DEL : Eisbären gewinnen 5:2 gegen Nürnberg

Zum Saisonauftakt in der DEL gewinnen die Eisbären Berlin 5:2 (1:1, 2:0, 2:1) gegen die Nürnberg Ice Tigers. Florian Busch mit zwei Treffern, Darin Olver, Bruno Gervais und Barry Tallackson waren die Berliner Torschützen.

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Nürnbergs Marco Pfleger (l) und Berlins Constantin Braun kämpfen um den Puck.
Nürnbergs Marco Pfleger (l) und Berlins Constantin Braun kämpfen um den Puck.Foto: dpa

Wer zwei Jahre lang den Anhang nicht eben verwöhnt hat, der übt sich lieber mal in Bescheidenheit. So wirkt das Drumherum um das Spiel bei den Eisbären in der neuen Saison dann auch zurückhaltend. Das Feuerwerk gibt es noch. Doch das alte pompöse Filmchen mit Brandenburger Tor und allem was dazu gehört und seit der Eröffnung der Arena am Ostbahnhof vor sieben Jahren stets vor Spielen gezeigt, wurde durch ein austauschbares Werk ersetzt. Nun gibt es Bilder aus der Kabine zu sehen, Torwarthandschuhe in Großaufnahme. Na ja. Statt durch Berlin zu ziehen, ziehen sich die Eisbären also zurück, sie machen sich kleiner. Eine gute Idee, denn so bleibt ihnen in der am Freitag begonnenen Saison der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) Platz, um zu wachsen.

Sportlich gesehen hat der einstige deutsche Serienmeister da ja nach zwei verpassten Play-off-Teilnahmen naturgemäß Luft nach oben. Zum Auftakt boten die Berliner den 11 720 Zuschauern in ihrer Arena auch ordentliche Unterhaltung. Sie gewannen ihr erstes DEL-Punktspiel 5:2 (1:1, 2:0, 2:1) – gegen die Nürnberg Ice Tigers. An sich eine Mannschaft, die zur oberen Hälfte der Liga gerechnet werden kann,  am Freitag aber boten die Franken einen diskreten Auftritt. Da war wenig von der Aggressivität übrig, mit der sich Nürnberger und Berliner am 8. März dieses Jahres angegiftet hatten.

Der Auftakt ist den Eisbären gelungen

Für die Eisbären endete jenes dritte Pre-Play-off-Spiel mit einer 2:3-Niederlage und damit mit dem plötzlichen Saisonaus.  Aber die Mannschaften, die  sich am Freitag auf dem holprig wirkenden Eis  um den Sieg stritten,  waren eben nicht mehr die Mannschaften vom März. Auch wenn der Untergrund nach dem Umbau von Basketball-EM am Donnerstag zu DEL-Auftakt am Freitag noch nicht als Bühne für ein herausragendes Stück Eishockey-Geschichte reichte, so entwickelte sich im zweiten Drittel doch ein recht flottes Spiel, in dem auf Berliner Seite vor allem die neuen Profis überzeugen konnten: Allen voran Bruno Gervais. Der Kanadier hämmerte eindrucksvoll einen Schlagschuss ins Nürnberger Tor, mit 141 Stundenkilometern raste der Puck an Torwart Andreas Jenike vorbei ins Netz. Gervais schoss sein erstes DEL-Tor überhaupt (zum 3:1), den ersten Saisontreffer für die Eisbären hatte im ersten Drittel Barry Tallackson erzielt (zum 1:0).  Darin Olver und Florian Busch mit zwei Treffern waren die anderen Berliner Torschützen.

Und wenn auch vor dem Spiel alles anders war als sonst, so war danach alles so wie seit Jahrzehnten bei den Eisbären. Die Spieler ließen sich minutenlang von ihrer Fankurve feiern, mit den üblichen Sperenzchen der Profis auf dem Eis. Zurecht: Der Auftakt ist den Eisbären gelungen.

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