• Saisonstart für Union und Hertha: Christian Beeck und Michael Preetz: Kleine und große Ziele

Saisonstart für Union und Hertha : Christian Beeck und Michael Preetz: Kleine und große Ziele

Los geht's in der Zweiten Liga für Hertha und Union. Vor dem Saisonstart beider Klubs am Freitag hat Tagesspiegel.de die Manager Michael Preetz und Christian Beeck befragt.

Christian Beeck (l.) und Michael Preetz gehen mit unterschiedlichen Voraussetzungen in die am Freitag beginnende Zweitligasaison.
Christian Beeck (l.) und Michael Preetz gehen mit unterschiedlichen Voraussetzungen in die am Freitag beginnende Zweitligasaison.Fotos: dpa

Für Hertha und Union, die in dieser Saison erstmals in der gleichen Spielklasse antreten, beginnt am Freitag die Saison in der Zweiten Liga. Bundesliga-Absteiger Hertha BSC trifft zum Auftakt um 18 Uhr im Olympiastadion auf Rot-Weiß Oberhausen. Der 1. FC Union spielt zur gleichen Zeit bei Alemannia Aachen. Vor dem Start ins neue Spieljahr haben wir mit den beiden Managern, Michael Preetz und Christian Beeck, gesprochen.

Herr Preetz, das erste Pflichtspiel der Saison hat Hertha am vergangenen Wochenende im DFB-Pokal beim SC Pfullendorf recht souverän gemeistert. Wo haben Sie trotz des 2:0-Sieges noch Raum für Verbesserungen gesehen?

Michael Preetz: Es gibt in allen Bereichen noch Luft nach oben, das ist zu Saisonbeginn allerdings normal. Es wird sicherlich auch noch einige Zeit brauchen, bis die Automatismen in der neuformierten Mannschaft greifen.

Herr Beeck, Union hat sich im Pokal hingegen beim Viertligisten Hallescher FC blamiert. Was stimmt Sie optimistisch, dass die Mannschaft zum Saisonstart in Aachen ein anderes Gesicht zeigt?

Christian Beeck: Wir haben in Leipzig gegen Halle einen schmerzhaften Schuss vor den Bug bekommen und die Jungs wollen die Scharte schnell wieder auswetzen. Das Spiel in Aachen wird ganz anders laufen, da auch die Alemannia zu Hause etwas zeigen will. Wenn wir den Kampf annehmen, können wir dort bestehen.

In der Vorsaison hat Union 17 Punkte aus den ersten sieben Spielen geholt. Danach lief es für den Klub praktisch wie von selbst. Könnte der Start auch diesmal wieder mitentscheidend für den weiteren Saisonverlauf werden?

Christian Beeck: Natürlich hilft es, wenn man gleich vorlegt. Trotzdem hat eine Saison 34 Spieltage und erst danach wird abgerechnet. Nur wer bis zum Schluss voll konzentriert bleibt, hat alle Trümpfe in der Hand. Ein guter Start kann jedenfalls weit tragen, deshalb wollen wir möglichst von Beginn an punkten.

Hertha ist gegen Oberhausen klarer Favorit und wird wie gegen die meisten anderen Gegner das Spiel machen müssen. Das lag der Mannschaft in der Vorsaison überhaupt nicht...

Michael Preetz: Wir haben unseren Kader dementsprechend zusammengestellt und in der Vorbereitung an diesen Dingen permanent gearbeitet. Die Spieler wissen, dass in der Zweiten Liga ein anderer Fußball gefragt ist.

Aber der Druck ist groß: Verantwortliche, Fans und sogar die Konkurrenz erwarten den sofortigen Wiederaufstieg. Haben Sie Angst, dass die Last für die Spieler vielleicht zu groß werden könnte, insbesondere wenn es im ersten Spiel gegen Oberhausen nicht gut laufen sollte?

Michael Preetz: Die Spieler wollen den Aufstieg doch auch. Wir wissen aber alle, dass das kein Selbstläufer wird. Die Drucksituation in dieser Saison ist eine völlig andere als die der abgelaufenen Runde, ich sehe das positiv. Eines werden wir aber ganz sicher im Laufe dieser Saison brauchen – Ruhe und Geduld, gerade auch, wenn es mal nicht so läuft.

Herr Beeck, Sie haben kein klar definiertes Ziel ausgegeben. Auch die eigenen Anhänger stapeln eher tief und wären schon mit Platz 15 zufrieden. Ist das bewusstes Understatement oder warum geht Union derart vorsichtig in die Saison?

Christian Beeck: Wir gehen vorsichtig in die Saison, weil wir wissen wie Fußball ist. Die gleiche Anzahl Punkte reicht in einer Saison zu Platz 8 und in der nächsten zu Platz 13 - waren wir dann schlecht, war die Saison dann nicht erfolgreich? Wir wollen uns weiterentwickeln, uns stabilisieren. Dazu braucht man keinen Tabellenplatz auszurufen, das sieht man auf dem Platz oder eben nicht.

Die Fragen stellte Jörg Leopold.

Die Spiele von Hertha und Union können Sie bei uns ab 18 Uhr im Live-Ticker verfolgen - und dazu direkt in der großen Tagesspiegel-Live-Debatte zum Saisonauftakt über beide Berliner Zweitligisten mit anderen Lesern diskutieren. Wir freuen uns auf Ihre Meinungen!

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