Saisonstart in der DEL : Lange Pause und teure Schwalben

Saisonstart in der Deutschen Eishockey-Liga: Der Modus ist der alte, sonst ist einiges anders – auch wegen der Olympischen Winterspiele.

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Neuer, alter Meister? RB München ist klarer Favorit auf den Titel.
Neuer, alter Meister? RB München ist klarer Favorit auf den Titel.Foto: Matthias Balk/dpa

Vor vier Jahren haben sie in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) bedauert, dass sich das Nationalteam erstmals nicht für die Olympischen Spiele qualifizieren konnte. Vier Jahre später ist die Olympia-Qualifikation der Mannschaft von Bundestrainer Marco Sturm für viele Klubs ein planerisches Ärgernis. Aufgrund der Abwesenheit der Stars aus der National Hockey-League (NHL) ist das olympische Turnier von Südkorea zur zweitklassigen Veranstaltung geworden, für die die deutsche Liga lang pausieren muss: Zwischen dem 2. und 28. Februar ruht der Puck zwischen Bremerhaven und München. Eine Unterbrechung im Spielbetrieb, in der es nicht alle so gut haben wie die Eisbären. Die Berliner brechen ins Trainingslager nach Los Angeles auf und spielen dort gegen Ontario Reign, Farmteam des NHL-Klubs Los Angeles Kings.

49 von 52 Hauptrundenspieltagen sind bereits für die Zeit vor der Olympiapause angesetzt. Für die Kölner Haie etwa ergibt sich somit das Kuriosum, dass sie bereits am 30. Januar ihr letztes Hauptrunden-Heimspiel haben – allerdings gelten die Haie um Kapitän Christian Ehrhoff als einer der Favoriten auf den Titel und dürften im März noch dabei sein, wenn es in den Play-offs (wieder im Modus „best of seven“ ausgetragen) um den Titel geht.

Am Modus hat die DEL vor ihrer 24. Saison nicht herumgeschraubt, es gibt nach wie vor Pre-Play-offs (Plätze 7 bis 10) und keinen Absteiger. Dafür wird – aufgrund eines neuen Fernsehvertrages – ein Spiel am Donnerstag stattfinden. Auch ist der Kampf um die Meisterschaft vorhersehbar: Es wird darum gehen, ob ein Team Meister RB München daran hindern kann, den dritten Titel in Serie zu holen.

Neben Köln kommen da Mannheim, eventuell Wolfsburg, Nürnberg oder auch die Eisbären in Frage. Mehr Überraschungen als der Kampf um den Titel könnte die neue „Schwalbenliste“ bringen. Wer dreimal auf dem Eis schauspielert, erhält eine persönliche Geldstrafe, bei fünf Schwalben soll gar der Trainer des Spielers zur Kasse gebeten werden.

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