Sport : Saisonziel schon verfehlt

Magath will auf Wolfsburgs Pokalaus reagieren

Leipzig - Nach dem peinlichen Ausscheiden des VfL Wolfsburg beim Viertligisten RB Leipzig hat Trainer Felix Magath Konsequenzen angekündigt. „Wenn man so schlecht gegen einen Viertligisten spielt, stimmt etwas nicht. Tatsache ist, dass das wahrscheinlich Konsequenzen hat“, sagte er nach der 2:3 (2:3)-Erstrunden-Blamage in Leipzig.

Drei Gegentore des überragenden Leipziger Stürmers Daniel Frahn in der ersten Halbzeit, mangelhafte Einstellung, eine unsortierte Abwehr und schwache Angreifer haben den Wolfsburger Traum vom DFB-Pokalfinale schon im ersten Saisonspiel beendet. „Wir haben unser erstes Saisonziel ziemlich früh nicht erreicht“, konstatierte Magath ernüchtert, „wir wollten ins Endspiel.“ Dafür waren die Treffer der Neuzugänge Srdjan Lakic und Hasan Salihamidzic zum zwischenzeitlichen 2:2 zu wenig.

Vor 31 212 Besuchern in Leipzig präsentierten sich die Wolfsburger uninspiriert und ohne Leidenschaft. Davon war selbst Magath, der seine Akteure vor dem zweitligareifen Regionalligisten eindringlich gewarnt hatte, überrascht. „Ich muss meine Ansicht überdenken. Ich habe natürlich geglaubt, dass wir jetzt wieder eine Einheit wären und mannschaftlich geschlossen auftreten würden“, sagte er. „Ich habe keine Abwehr gesehen“, stellte er fest. Eine Woche vor dem Bundesliga-Auftakt beim 1. FC Köln forderte auch der indisponierte Kapitän Marcel Schäfer schnell Verbesserungen: „Das ganze Abwehrverhalten muss besser werden, sonst kriegen wir Riesenprobleme.“

Dass auch offensiv wenig zusammenlief, wollte Magath nicht am Fehlen des aussortierten Spielmachers Diego festmachen. „Selbstverständlich hätte er hier mehr Wirkung gebracht. Allerdings muss man gegen eine klassentiefere Mannschaft auch ohne einen Diego das Spiel bestimmen und in die Hand nehmen“, sagte der Trainer und wehrte aufkommende Forderungen nach einer Rückkehr des Brasilianers umgehend ab. „Wir haben es ja nach dem 0:2 auch gezeigt, dass es ohne Spielmacher geht.“ Tsp/dpa

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