• Sammer versucht sich als Psychologe Trainer redet seine Dortmunder vor dem Spiel gegen Bayern klein

Sport : Sammer versucht sich als Psychologe Trainer redet seine Dortmunder vor dem Spiel gegen Bayern klein

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Dortmund (Tsp). Ist ja klar, dass Oliver Kahn so etwas sagt. Der Mann hat ganz andere Probleme, echte Probleme, da ist Borussia Dortmund nicht mehr als eine lästige Randerscheinung. „Das ist ein ganz normales Fußballspiel“, sagt der Torhüter des FC Bayern München. Das ist es natürlich nicht, das FußballBundesligaspiel Dortmund gegen Bayern am Samstag, oder höchstens für einen, der Welt-Torhüter ist und schon ganze harte Nervenbelastungen überstanden hat. Immerhin trifft der Deutsche Meister 2002 auf seinen designierten Nachfolger, und die Boulveradzeitungen schreiben wie eh und je vom „Hassgipfel“.

Das ist natürlich Blödsinn, aber zumindest für Dortmund geht’s um viel. Die Mannschaft von Trainer Matthias Sammer kämpft um Platz zwei, um die direkte Qualifikation zur Champions League, und damit um sehr viel Geld. Dortmunds Präsident Gerd Niebaum verkündet deshalb: „Wir brauchen dringend die Punkte.“ Ganz bestimmt schaut er nicht in die Statistik, der Präsident. Sonst müsste er lesen, dass der letzte Dortmunder Heimsieg gegen die Bayern am 1. Oktober 1995 gefeiert wurde (3:1). Bayern-Trainer Ottmar Hitzfeld sagt: „Man weiß ja, dass es immer heiße Schlachten im Westfalenstadion gibt.“

So wird es auch am Samstag kommen. Und deshalb klingt es fast rührend, wie Trainer Sammer mit psychologischen Mitteln arbeitet, die man auch bei einem Wochenend-Seminar erfährt: „Wir sind personell kein gleichwertiger Gegner für die Bayern.“ Der Versuch, so den Gegner einzulullen, funktioniert nicht mal, wenn der Gast 15 Punkte Vorsprung aufs eigene Team hat. Dortmund muss auf Frings, Metzelder, Heinrich und Stammtorhüter Lehmann verzichten, dafür rückt Bayern ohne Ballack, Scholl, Deisler, Santa Cruz und Salihamidzic an. Lehmann hat im Übrigen getönt, er sei der kompletteste Torhüter der Bundesliga. Also kompletter als Kahn. Aber der sagt bloß: „Es interessiert mich nicht, was der erzählt.“ Jens Lehmann gehört nun wirklich nicht zu den Problemen des Oliver Kahn.

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