Sport : Santa Cruz verletzt: Fünf Monate Pause

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München Felix Magath bat seine Spieler am Sonntagmorgen zum Brunch in ein Münchner Lokal. Der 2:1-Erfolg des FC Bayern München beim 1. FC Köln spielte keine Rolle mehr. Der Kreuzbandriss von Stürmer Roque Santa Cruz im rechten Knie drückte die Stimmung und drängte das bevorstehende Champions-League-Spiel bei Juventus Turin und die Torflaute von Roy Makaay in den Hintergrund.

„Das ist für Roque und für uns eine Katastrophe. Er war in sehr guter Form und hat viele wichtige Tore geschossen“, sagte Trainer Magath. Santa Cruz hatte sich die Verletzung im Spiel in Köln zugezogen und war deswegen zur Halbzeit ausgewechselt worden. Die niederschmetternde Diagnose kam aber erst am Sonntag. Mindestens fünf Monate, also bis März 2006, wird der Nationalspieler Paraguays, der zudem einen Teilabriss des Innenbandes erlitt, dem deutschen Rekordmeister nach der bevorstehenden Operation beim Kniespezialisten Richard Steadman in den USA fehlen. Ob für den in seiner jungen Karriere schon mehrfach – besonders am linken Knie – verletzten 24-Jährigen auch die Teilnahme für sein Heimatland an der WM 2006 gefährdet ist, ist vorerst nicht absehbar.

Vor der Verletzung von Santa Cruz war dessen Sturmkollege Roy Makaay in den Blickpunkt bei den Bayern geraten. Nach 994 Minuten ohne Treffer des Holländers fühlte sich die Führungsspitze zu öffentlicher Kritik bemüßigt. „Roy muss mehr für sich und die Mannschaft arbeiten. Das ist ein Vorwurf, den er sich gefallen lassen muss“, sagte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge. Der Gescholtene fehlte beim Brunch und zog von Köln aus einen Kurztrip in die Heimat bei seiner Familie vor. Am Montagnachmittag wird Makaay zum Training in München zurückerwartet, um am Dienstag mit dem Team nach Turin aufzubrechen. In der Champions League soll für ihn die dann 67 Tage währende Phase ohne Torerfolg enden. dpa

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