Sport : Saudis mit Fünferkette

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Saitama (dpa). Gewonnen haben beide nicht, doch der eine hat wenigstens sein Gesicht gewahrt. Für Kameruns Trainer Winfried Schäfer ist die Lage weniger prekär als für sein saudi-arabisches Pendant Nasser Al-Johar. Heute stehen sich die beiden in der Gruppe E gegenüber. „Ich verspüre keinerlei Druck, nicht von den Offiziellen und auch nicht von politischer Seite aus Kamerun“, versichert Schäfer einen Tag vor der für das Erreichen des Achtelfinales vorentscheidenden Partie am Donnerstag in Saitama.

Die Zuversicht, um sein Amt nicht fürchten zu müssen, bezieht Schäfer aus dem 1:1 gegen Irland beim WM-Start, „das ich nach wie vor als einen Erfolg werte“. Das 0:8 der Saudis gegen die Deutschen aber nimmt Schäfer nicht als Beleg für das wahre Leistungsvermögen des heutigen Gegners. „Die haben jetzt ordentlich Druck gekriegt, von der Delegation und auch aus der Heimat. Deshalb werden sie sich nicht noch einmal so lasch präsentieren wie gegen Deutschland“, sagt Schäfer. Er dämpft die Erwartungen auf ein erneutes Schützenfest: „So ein 8:0 ist nicht wiederholbar.“ Ein Sieg ist jedoch Pflicht für den ehemaligen Trainer von Tennis Borussia, der sich nicht auf Zahlenspiele einlassen will. „Wir müssen gegen Saudi-Arabien und Deutschland gewinnen - Schluss, Aus“, sagt Schäfer. Taktisch gibt es für Kameruns Coach nur eine Devise: „Wenn wir so wie Miroslav Klose ein frühes 1:0 machen, dann kommen wir ins Spiel. Nachdem wir unsere konditionellen Defizite als Folge der chaotischen Anreise beseitigt haben, stehen die Spieler wieder voll im Saft und können 90 Minuten Power machen.“

Saudi-Arabiens Trainer Al-Johar, der bei einem weiteren Debakel um seinen Job fürchten muss, kann nicht allen Versagern des Deutschland-Spiels eine Chance zur Rehabilitierung geben. Sein stürmender Kapitän Sami Al- Jaber fällt ebenso mit einer Knöchelverletzung aus wie Mittelfeldspieler Abdullah Al-Waked. Für Al-Jaber stürmt Obeid Al- Dosary, während Mohamed Al-Johani die Defensive stärken soll.

Mit einer Fünferkette in der Abwehr soll Kameruns Weltklasse-Duo Patrick Mboma und Samuel Eto’o gestoppt und ein weiteres Debakel verhindert werden. Vor allem der bedauernswerte Torwart Mohammed Al-Deayea, an dem der väterliche Trainer trotz der acht Gegentore festhält, soll nicht noch einmal im Stich gelassen werden.

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