Sport : SC Charlottenburg wird zum Eurofighter

MARTIN SCHOLZBERLIN

Das akribisch vorbereitete Unternehmen Europapokal-Qualifikation wurde erwartungsgemaß mit einem Sieg beendet: Die Volleyballer des SC Charlottenburg nutzten den Heimvorteil und zogen in das Achtelfinale des CEV-Pokals ein.Im letzten Spiel bezwangen die Berliner das jugoslawische Team Buducnost Todgorica 3:0 (15:7, 15:5, 15:9).Dritter wurde der MTV Näfels (Schweiz) durch ein 3:2 (15:10 , 9:15, 15:5, 7:15, 17:15) gegen OK Maribor (Slowenien).Der Spielplan führte in der letzten Begegnung mit Charlottenburg und Todogorica die beiden noch ungeschlagenen Mannschaften zu einem echten Endspiel zusammen.Dabei hatten zunächst die Jugoslawen den besseren Start.Doch nach einem 4:7-Rückstand fingen sich die Berliner und gewannen den Satz ohne weiteren Punktverlust.Der immer stärker werdende Block mit Stefan Hübner war dabei einer der Erfolgsgaranten.Die Gäste schlichen nach dem Satz bereits ratlos vom Feld und schienen kein Mittel gegen den SCC zu wissen.Im zweiten Satz hielten sie noch bis zum 7:5 mit, dann zog der SCC wieder unaufhaltsam davon.Die größte Mühe hatte der SCC im dritten Satz.Die Berliner gerieten mit 1:5 in Rückstand, worauf Trainer Brian Watson eine Auszeit nahm.Mit Erfolg: Sein Team ging konzentrierter an die sportliche Arbeit.Beim 6:6 gelang der Ausgleich, nach dem 10:9 setzte sich der SCC spielentscheidend ab.Besonders in Block und Annahme hatten die Berliner Vorteile."Wir haben geschickt die Annahmeschwäche des Gegners ausgenutzt", meinte SCC-Manager Kaweh Niroomand.Die Jugoslawen dagegen waren kaum in der Lage, den SCC mit gefährlichen Aufgaben unter Druck zu setzen.Nach anfänglichen Schwierigkeiten bekam der SCC die Aufgaben mühelos in Griff und kombinierte sicher.Zum besten SCC-Spieler des Wochenendes wurde Stefan Hübner gewählt."Er ist gedanklich sehr schnell und schaltet bei neuen Situationen sofort um", lobte Niroomand die Qualitäten Hübners, der beim SCC eine wichtige Rolle übernommen hat.Niroomand: "Wir brauchen in Deutschland mehr Spieler mit solchen Eigenschaften." Mit dem Erreichen des Achtelfinals hat der SCC das Minimalziel erreicht."Das war die Pflicht", bestätigte Kapitän Ulf Quell.Denn die Mannschaft soll sich weiterhin auf internationaler Ebene mit anderen Teams messen.In den drei Spielen des Qualifikationsturniers blieb der SCC ohne Satzverlust."Das war aber nicht so einfach, wie es die Ergebnisse aussagen", meinte SCC-Kapitän Quell.Er lobte, daß seine Mannschaft in allen Spielen hoch konzentriert agiert hatte und sich keine Nachlässigkeiten erlaubte."Diese Siege waren wichtig für uns.Wir wissen nun, was wir können." Allerdings, räumte Quell ein, "kommen die starken Gegner jetzt erst".Beim SCC ist man nun gespannt, welchen Gegner die Auslosung für das im Januar stattfindende Achtelfinale der Mannschaft bescheren wird.

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